Spielpätze

Essener Stadtbezirk IV besitzt die meisten Spielplätze

Auch bei der stadtweiten Aktion „SauberZauber“ kümmern sich die Spielplatzpaten um die Spielplätze. Wie hier im Westpark in Frohnhausen, wo Spielplatzpatin Insaf Bozkurt (Mitte) mit Sohn Deniz, 6, links, und Björn Föhse, rechts, Verpackungsreste an den Schaukeln aufsammeln.

Auch bei der stadtweiten Aktion „SauberZauber“ kümmern sich die Spielplatzpaten um die Spielplätze. Wie hier im Westpark in Frohnhausen, wo Spielplatzpatin Insaf Bozkurt (Mitte) mit Sohn Deniz, 6, links, und Björn Föhse, rechts, Verpackungsreste an den Schaukeln aufsammeln.

Foto: Ulrich von Born

Borbeck/Frohnhausen.   In Essen-Borbeck und Umgebung gibt es 77 Spielplätze. Knapp die Hälfte davon wird durch Spielplatzpaten gepflegt – durch Private und Vereine.

Kein Stadtbezirk in Essen verfügt über so viele Spielplätze wie der Stadtbezirk IV Borbeck. 77 Spielplätze wurden bei der letzten Analyse gezählt. Auch der Stadtbezirk III kann sich mit 63 Spielplätzen sehen lassen. Und das Erfreuliche: In Borbeck und Umgebung gibt es zwei weitere Spielplatzpatinnen und -paten und damit 36 insgesamt. Damit kümmern sich Paten um 42 Prozent aller Spielflächen, was allerdings nur ein durchschnittlicher Wert ist.

Die beste Versorgungsquote im Stadtgebiet hat allerdings der Bezirk II mit 84 Prozent: 28 Patinnen kümmern sich um 31 Spielplätze.

Seit über 25 Jahren unterstützen die Essener die Stadtverwaltung bei der Verbesserung der Spielmöglichkeiten für Kinder. Grundlage ist die Kooperation der Stadt mit dem Deutschen Kinderschutzbund, Ortsverband Essen. Heute gibt es 253 Spielplatzpatenschaften und damit fünf mehr als im Vorjahr, so dass fast 400 ehrenamtliche Spielplatzpatinnen und -paten ein offenes Ohr für Kinder, deren Familien und Nachbarn haben. Neben vielen Privatpersonen sind auch Schulen und Verbände wie etwa die Jugendrotkreuzgruppe Wolfsbankring, das Mehrgenerationenhaus in Frohnhausen oder der Kleingärtnerverein Hohe Birk am Birkmannsweg dabei.

Ruhestörungen oder Reparaturen gemeldet

Die Bezirksvertretungen fördern die Paten mit einer Pauschale von jeweils 77,50 Euro im Jahr, der Stadtbezirk IX gibt sogar 88 Euro. Auch der Kinderschutzbund beteiligt sich finanziell und erstattet bis zu 77,50 Euro pro Jahr für Ausgaben. Insgesamt zahlen die Bezirksvertretungen 19.500 Euro im Jahr und die Stadt Essen noch einmal 25.500 Euro. Pro Spielplatz kann eine Förderung von 2550 Euro für bauliche Maßnahmen beantragt werden.

Die meisten Eingaben aus der Bürgerschaft betrafen die Reinigung und Pflege der Spielplätze, Ruhestörungen sowie Nachfragen wegen Reparaturen oder Ersatz defekter Spielgeräte. „Alle Anfragen oder Beschwerden konnten erledigt werden“, teilt das Jugendamt den Kommunalpolitikern mit. Klaus Adelskamp, der gemeinsam mit Ehefrau Walburga die Patenschaft über den Spielplatz Matthäuskirchstraße in Bochold hat, bat jetzt in der Bezirksvertretung IV, die Kontrollen der Spielplätze auch auf die Nachtzeit auszudehnen. Denn dann käme es zu den größten Beschädigungen und Ruhestörungen.

>> ESSENER OB LÄDT PATEN REGELMÄSSIG EIN

  • Alle zwei Jahre bedankt sich der Oberbürgermeister für das soziale Engagement der Spielplatzpaten und lädt sie zu einem Erfahrungsaustausch ein. Außerdem werden langjährige Patinnen und Paten geehrt.
  • Der nächste Empfang findet am Freitag, 5. Juli, im Rathaus statt.

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