Schloss-konzert

Die vier Jahreszeiten erklingen diesmal im Tango-Takt

Sechs Musiker, eine Leidenschaft, v.l. Lukas Stappenbeck, Sergey Markin, Adrian Durm, Krisztián Palágy, Anže Rupnik und Benjamin Reichel haben sich dem „Tango Nuevo“ verschrieben.

Sechs Musiker, eine Leidenschaft, v.l. Lukas Stappenbeck, Sergey Markin, Adrian Durm, Krisztián Palágy, Anže Rupnik und Benjamin Reichel haben sich dem „Tango Nuevo“ verschrieben.

Foto: Olivia Droeshaut & Yves Dethier

essen-Borbeck.   Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ kennen viele. Was dabei herauskommt, wenn ein Tango-Komponist sich davon inspirieren lässt, ist in Borbeck zu hören.

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Sie sind geboren in Deutschland, Slowenien, Ungarn oder Russland, die sechs Musiker, die sich schlicht „Ensemble 87“ nennen und am Freitag, 3. Februar, um 19 Uhr im Residenzsaal von Schloss Borbeck auftreten. Sie spielen „Tango nuevo“. Das allein ist nicht ungewöhnlich. Die instrumentale Besetzung unterscheidet sich allerdings schon vom klassischen Tango. Dort dominieren das Sextett meist mehrere Bandoneons. Das Ensemble 87 kommt mit vier Saxofonen, Akkordeon und Klavier daher.

Akkordeonist spielte bereits Solo-Konzert im Schloss

Die Rede ist von Lukas Stappenbeck (Sopransaxofon), Anže Rupnik (Altsaxofon), Adrian Durm (Tenorsaxofon), Krisztián Palágyi (Akkordeon), Sergey Markin (Klavier), Benjamin Reichel (Baritonsaxofon) – alle noch im Twen-Alter. „Das macht die Sache so spannend“, sagt Dana Savic, die für die Öffentlichkeitsarbeit für die künstlerischen Veranstaltungen im Schloss Borbeck verantwortlich ist. Was sie anspricht, ist die große Virtuosität, die jeder der sechs Musiker als Solist besitzt und in das Ensemble einbringt. Von dem Können des gebürtigen Ungarn Krisztián Palágyi konnten sich Musikfreunde bei einem Solo-Konzert in Borbeck ein Bild machen.

Primavera, Verano, Otoño und Invierno

Für den Abend in Borbeck, der zur Konzertreihe „Best of NRW“ gehört, mit der junge Talente gefördert werden, hat das Ensemble 87 Musik des Komponisten Astor Piazzolla ausgesucht. Der Argentinier revolutionierte den Tango, der ursprünglich aus den Kneipen der Armenviertel von Buenos Aires kommt, und machte ihn für die Konzertbühne salonfähig.

Zugleich wird aber auch ein musikalischer Bogen zur Klassik geschlagen, denn Astor Piazzollas Primavera (Frühling), Verano (Sommer), Otoño (Herbst) und Invierno (Winter) sind zweifellos inspiriert von den berühmten „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi. Sind es bei dem Venezianer Vivaldi die Streichinstrumente, die die musikalische Reise durch ein Jahr dominieren, übernehmen diese Aufgabe beim „neuen Tango“ vom Ensemble 87 eben vier Saxofone.

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