Emscherumbau

Barchembach wird abwasserfrei – Läppkes Mühlenbach verrohrt

Kaum wiederzuerkennen ist das Gelände am Läppkes Mühlenbach am Gleispark nahe der Stadtgrenze.

Kaum wiederzuerkennen ist das Gelände am Läppkes Mühlenbach am Gleispark nahe der Stadtgrenze.

Foto: Fabian Strauch

Essen-Dellwig.   Die Abwasserrohre des Läppkes Mühlenbach liegen jetzt komplett unter der Erde. Und der Umbau des Barchembachs in Dellwig steht unmittelbar bevor.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Dellwiger und Frintroper Bürger spüren es nahezu täglich: Die Trennung der Bach- und Abwassersysteme in Essen läuft auf Hochtouren. Am Läppkes Mühlenbach an der Stadtgrenze zu Oberhausen liegen nun alle Rohre unter der Erde, und am Barchembach in Dellwig wird genau dieser Schritt nun vorbereitet.

Läppkes Mühlenbach

Rund 400 Meter Rohre mit einem Innendurchmesser von 2,60 Meter wurden von der Emschergenossenschaft in den vergangenen Monaten im unterirdischen Vortrieb verlegt. Dabei wurden zwei Bahnstrecken ohne Komplikationen unterquert. Aktuell wird nahe dem Frintroper Gleispark noch an den Anschlusskanälen sowie am Ausbau der Schachtbauwerke gebaut. Verzögerungen ergaben sich im vergangenen Jahr aufgrund von zahlreichen Kampfmittelsondierungen.

Aktuell werden die Anschlusskanäle mit Innendurchmessern von 1,20 und 2,00 Meter in offener Bauweise verlegt sowie die Schachtbauwerke an sich ausgebaut.

Barchembach

Künftig soll auch der Barchembach in Dellwig selbst bei Starkregen keine Abwässer mehr führen. Dafür starten die Stadtwerke Essen im kommenden Sommer eine neue Kanalbaumaßnahme. Nachdem in der Ripshorster Straße bereits Versorgungsleitungen verlegt werden und die Einfahrt von der Donnerstraße daher gesperrt ist, stehen nun die ersten vorbereitenden Maßnahmen an, teilen die Stadtwerke mit.

Die Kanalbaumaßnahme führt auf einer Länge von 1,1 Kilometern vom Donnerberg bis zum Bergheimer Steig/Ripshorster Straße. „Dabei lässt es sich nicht vermeiden, teilweise auch das Waldgebiet zu durchqueren“, erklärt Dirk Pomplun, Sprecher der Stadtwerke Essen. „Um die Natur dabei bestmöglich zu schützen, arbeiten wir unterirdisch mittels Vortrieb.“

Bei Vortriebarbeiten lassen sich die neuen Kanalrohre mit einem Durchmesser von fast zwei Metern über eine offene Startgrube direkt in das Erdreich bis hin zu einer Zielgrube pressen. Offene Baustellen sind somit nur an drei Stellen nötig: Über zwei Baugruben erfolgen die Vortriebarbeiten, über eine dritte wird ein Schachtzugang eingerichtet. Nach Abschluss der Baumaßnahme ist hierüber der Einstieg möglich, etwa zu Wartungsarbeiten.

Um die neuen Kanalrohre in bis zu 17 Metern Tiefe verlegen zu können, sind vorab vorbereitende Maßnahmen nötig. Punktuell müssen Bäume gefällt werden, um Platz für die Baugruben zu schaffen: Donnerberg auf Höhe von Hausnummer 22, Stenkamps Busch 30 sowie an der Bergheimer Steig/Ripshorster Straße. Die Fällungen werden durch einen Baumsachverständigen begleitet und sollen zwischen dem heutigen 21. und 28. Februar durchgeführt werden.

Anwohner und Verkehr werden nicht beeinträchtigt, versichert das Unternehmen. Nach Abschluss der Kanalbaumaßnahme sorgen die Stadtwerke für Nachpflanzungen im gleichen Umfang.

>>>>Pressgrube auf dem Mehrzweckplatz Donnerstraße

Für den Barchembach wird eine Pressgrube auf dem Mehrzweckplatz an der Donnerstraße errichtet. Von hier aus werden drei Rohre unterirdisch vorangetrieben: in Richtung Prosperstraße/Reuenberg, Ripshorster Straße sowie Rahmannstraße.

Offenliegend werden Kanäle in der Ripshorster Straße und im Görtzpfad neu gebaut.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben