Altendorfer Straße

„Altendorfer“ gesperrt – nun sorgen sich die Geschäftsleute

Nichts geht mehr in Richtung Innenstadt: Die Altendorfer Straße ist ab Oberdorfstraße gesperrt.

Nichts geht mehr in Richtung Innenstadt: Die Altendorfer Straße ist ab Oberdorfstraße gesperrt.

Foto: Sara Schurmann

Altendorf.   Die Fahrbahn der Altendorfer Straße in Altendorf wird erneuert. Eine Umleitung ist eingerichtet. Doch Anwohner und Geschäftsleute sind skeptisch.

Diese Baustelle steht unter besonderer Beobachtung. Denn sowohl in Altendorf und am Rande des Westviertels als auch in Frohnhausen schauen Geschäftsleute und Anwohner genau hin, wie der Verkehr trotz Sperrung der Altendorfer Straße fließt. Derzeit ist die Skepsis noch größer als die Vorfreude auf eine neue, intakte Fahrbahn.

Seit Montag ist die Altendorfer Straße von der Oberdorfstraße in Richtung Innenstadt für sechs Wochen gesperrt. Die Stadt erneuert dort sowie in der abzweigenden Haedenkampstraße die marode Fahrbahn. Seit dem frühen Morgen wurden die Absperrungen aufgestellt und die Umleitung eingerichtet.

Die Auswirkungen haben schlagartig die Fleischerei Others und die Bäckerei Kara zu spüren bekommen. „Der Kundenverkehr war heute schon nicht mehr so groß wie sonst“, berichtet Emre Kara von den ersten Stunden der Straßensperre. Dabei meint er die Laufkundschaft. „Die Absperrungen halten doch auch die Bahnfahrer ab“, hat er mit Blick auf die Straßenbahnhaltestelle in der Mitte der Altendorfer Straße bereits am ersten Morgen beobachtet. Sie müssten tatsächlich einen Hindernisparcours überwinden, um bei ihm Brötchen oder Plätzchen zu kaufen.

Anlieferung der Ware war am Montag „eine Katastrophe“

Problematisch sei aber auch die Anlieferung der Ware, die normalerweise unkompliziert vor dem Geschäft über die Bühne geht: „Heute war das eine Katastrophe. Ich habe mich bereits bei der Stadt beschwert und wenigstens erreicht, dass um die Ecke in der Unterdorfstraße ein Parkplatz mit Halteverbot nur für die Händler frei gehalten wird.“

Zufrieden war Emre Kara, dessen Vater Ismail die Backstube am Schölerpad 113 betreibt, dass ihm Mitarbeiter der Verkehrssicherung schon morgens einen Notfallplan vorgestellt hatten. „Ich habe Verständnis für die Arbeiten, aber eine solch wichtige Straße für sechs Wochen zu sperren, ist schon hart. Und wir haben bereits die Sperrung der Bocholder Straße erlebt.“

Ähnlich geht es der Fleischerei Others direkt nebenan. Auch hier das Problem, die Ware zu bringen und Buffets zu den Kunden zu fahren, ohne den Lieferwagen direkt vor dem Geschäft beladen zu können. „Wichtig wäre für uns, dass sie zügig mit den Arbeiten durchkommen und bis Ostern fertig sind“, sagt Bernd Others, Bruder des Geschäftsinhabers.

Umleitung führt direkt durch eine weitere Baustelle

Andere Sorgen haben sie in Frohnhausen. Denn die Umleitungsstrecke führt von der Hirtsieferstraße über die Onckenstraße – direkt durch die Baustelle vor der Frohnhauser Straße. Da sei besonders nachmittags ein Verkehrschaos programmiert. Doch die Stadt sieht keine Alternative: „Das ist die beste Möglichkeit für eine Umleitung. Alle anderen Varianten haben auch Baustellen, führen an Kindertagesstätte oder Schule vorbei oder wären eine Fahrradstraße“, begründet Stadtsprecherin Jasmin Trilling die Auswahl der Strecke. „Aber es ist sichergestellt, dass in der Umleitung keine weitere Baumaßnahme eingerichtet wird, um nicht weitere Behinderungen zu verursachen.“

BAUSTELLEN SIND BIS ENDE JULI TERMINIERT

  • In Frohnhausen erneuern die Stadtwerke Essen einen Entwässerungskanal. Im Zuge dieser Arbeiten steht dem Verkehr in beiden Fahrtrichtungen jeweils nur eine von zwei Fahrspuren zur Verfügung. Bis Ende Juli sollen die Arbeiten beendet sein.
  • Die Baustelle auf der Altendorfer Straße dauert, weil auch die Gegenfahrbahn saniert wird, insgesamt ebenfalls bis Juli.

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