Wohnungsbau

Alte Gärtnerei in Essen-Bochold wird nach 20 Jahren Bauland

Ein hübsches Fleckchen Bochold lädt zwischen Kesselstraße im Süden und Bocholder Straße im Norden zum Spaziergang ein. Das Grün soll erhalten bleiben und sogar noch einen neuen Spielplatz erhalten.

Ein hübsches Fleckchen Bochold lädt zwischen Kesselstraße im Süden und Bocholder Straße im Norden zum Spaziergang ein. Das Grün soll erhalten bleiben und sogar noch einen neuen Spielplatz erhalten.

Foto: Julia Tillmann

Essen-Bochold.   Seit 20 Jahren wartet altes Gärtnerei-Gelände in Essen-Bochold auf die Bebauung. Nun wird Bebauungsplan aufgestellt für bis zu 100 Wohnungen.

Viele Jahre lang mussten Borbecker und Bocholder den Anblick einer Schrottimmobilie auf der Bocholder Straße ertragen. Nichts tat sich gegenüber der Otto-Brenner-Straße, das gelb angestrichene Wohnhaus gammelte vor sich hin. Erst im November 2017 wurde es abgerissen, in der Hoffnung, dass nun das 25.000 Quadratmeter große Grundstück einer ehemaligen Gärtnerei samt städtischer Flächen bebaut wird. Nun scheint endlich Schwung in die Geschichte zu kommen. Über 20 Jahre haben sich Politik und Verwaltung mit ihr schon beschäftigt.

Zahlreiche Probleme sind zu lösen

https://funkeprodprev.blob.core.cloudapi.de/preview/2019/03-01/f4/1f/file74afkcazdvbf1lrww1t.jpgAm guten Willen ist es bisher wohl nicht gescheitert. Eher waren es die Probleme im Boden, die alles verzögert haben. Allein schon die Entwässerung des abschüssigen Geländes ist eine Kunst für sich. So müssen aus Kapazitätsgründen das Niederschlagswasser und das Schmutzwasser getrennt abgeführt werden. Das erfordert zwei Kanalsysteme. So kann das saubere Wasser in einem Regenrückhaltebecken am Ostrand des Gebiets versickern, während das Schmutzwasser zum Kanal im Schölerpad geführt wird.

Weitere Probleme könnten Altlasten und Bergschäden sein. Außerdem muss der Verkehrsknoten von Otto-Brenner-Straße und Bocholder Straße umgebaut werden.

Erste Entwürfe wurden nicht verwirklicht

Wie das Gebiet bis hinunter zur Kesselstraße letztendlich bebaut wird, steht noch nicht fest. Es gab wohl schon städtebauliche Entwürfe, über die an dieser Stelle auch bereits berichtet wurde, doch verwirklicht wurden sie bisher nicht. Angedacht sind laut Stadtverwaltung weiterhin Doppel- und Reihenhäuser und darüber hinaus auch Geschosswohnungsbau.

Insgesamt könnten somit bis zu 100 Wohneinheiten geschaffen werden. Platz ist für sechs Mehrfamilienhäuser mit etwa 50 Wohnungen, dazu 18 Doppelhäuser mit 36 Wohnungen sowie sechs Reihenhäuser.

Zentrale Achse in Richtung Süden

Die neue Siedlung wird von einer zentralen Achse erschlossen, die an der Einmündung Otto-Brenner-Straße beginnt und nach Süden ins Zentrum des Plangebiets führt. Sie folgt der Geländetopographie, die von Norden nach Süden und in Richtung Senke abschüssig verläuft.

Der Bezirksvertretung IV Borbeck liegt das Thema „Kesselstraße/Bocholder Straße“ am Dienstag, 12. März, zur Beratung vor. Die Öffentlichkeit soll anschließend beteiligt werden.

PLANGEBIET MIT PRIVATEN UND ÖFFENTLICHEN FLÄCHEN

Das Plangebiet besteht aus den Brachflächen eines ehemaligen Gärtnereibetriebs und eines Wohnbaugrundstücks, vom dem das Gebäude entfernt wurde, sowie aus privaten und öffentlichen Grünflächen.

Bereits im Jahr 2001 war die Fläche Bestandteil des Wohnungsbauprogramms 2001/2003.

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