A 40-Sperrung

Blindgänger in Essen: Auch die zweite Bombe ist entschärft

Flatterband kennzeichnet die Sperrzone bei einem Einsatz.

Flatterband kennzeichnet die Sperrzone bei einem Einsatz.

Foto: Hendrik Steimann / WAZ

Essen.  Erst eine Bombenentschärfung mit Vollsperrung der A 40 in Kray, dann in einem Wohngebiet in Altenessen. Zwei Großeinsätze an einem Tag in Essen.

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Zwei Blindgänger in Essen an einem Tag – das ist eine ungewöhnliche Häufung. Nachdem Feuerwerker Frank Stommel die britische Fünf-Zentner-Bombe in Kray erfolgreich entschärft hat, war in den späten Abendstunden des Donnerstags noch ein Blindgänger in Altenessen-Süd an der Reihe. Stommel konnte auch diesen entschärfen. Wir berichten über aktuelle Entwicklungen in unserem Live-Ticker.

22.45 Uhr: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst gibt Entwarnung. Auch die zweite Bombe dieses Tages in Altenessen ist entschärft. Die Sperrungen werden nun sukzessive wieder aufgehoben. Die Anwohner können in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. 35 Krankentransporte hatten die Rettungskräfte in Altenessen durchführen müssen. 200 Menschen kamen vorübergehende in einer Betreuungsstelle unter. 450 mal klingelte es am eigens eingerichteten Bürgertelefon, 200 mal wegen des Blindgängers in Kray, 250 mal wegen der Bombe in Altenessen.

Insgesamt waren von diesem zweiten Bombenfund nach Angaben der Stadt rund 4500 Anwohner betroffen, davon mussten über 1400 evakuiert werden. Im Rahmen der zweiten Entschärfung waren erneut rund 150 Einsatzkräfte der Essener Feuerwehr, der Polizei, der RGE, der Ruhrbahn, der Stadtwerke Essen, des Ordnungsamtes sowie der entsprechenden Hilfsorganisationen im Einsatz.

22.25 Uhr: Jetzt sind alle vorbereitenden Maßnahmen abgeschlossen. Der Sprengmeister kann nun mit der Entschärfung beginnen.

21.45 Uhr: Die Entschärfung verzögert sich, weil immer noch nicht alle Krankentransporte abgewickelt sind.

20.55 Uhr: Die erste Evakuierungsrunde ist laut Stadt abgeschlossen. Nun werden allmählich die Kreise im Radius um den Fundort geschlossen, so dass keine Unbefugten mehr hineinkommen können.

20.40 Uhr: Noch sind die Sperrstellen nicht dicht. Die Rettungskräfte müssen noch einige Krankentransporte durchführen. Etwa 50 Menschen nutzen bislang das Angebot der Stadt, für die Dauer der Maßnahmen in einer Betreuungsstelle unterzukommen.

19.45 Uhr: Im ÖPNV meldet die Ruhrbahn folgende betroffene Linien: Die Busse der 162 und 172 müssen umgeleitet werden, sobald die Sperrstellen geschlossen werden.

19.15 Uhr: In Altenessen-Süd hat der erste Evakuierungsdurchgang begonnen. Die betroffene Bevölkerung wird in Lautsprecher-Durchsagen informiert.

18.50 Uhr: Keine Atempause für Feuerwerker Frank Stommel. Kaum hat er die „Baustelle Kray“ erledigt, ist er schon unterwegs nach Altenessen-Süd zum Oberholzweg. Dort wartet die zweite Entschärfung des Tages in Essen auf ihn. Das Team des Krisenstabs bleibt an Bord, es ist unterdessen sogar verstärkt worden. Beim Blindgänger in Kray sorgte die A40-Sperrung für viel Aufwand. In Altenessen handelt es sich um ein dicht besiedeltes Gebiet. Von einer Evakuierung sind 1409 Personen betroffen. Im äußeren Kreis sind 3083 Essener betroffen.

18.05 Uhr: Nach der Entschärfung ist vor der Entschärfung. Die Spezialisten im Krisenstab haben nicht viel Zeit zum Durchatmen. Jetzt richtet sich der Blick auf den zweiten Blindgänger in Altenessen-Süd. Bis zur Entschärfung werden bestimmt noch einige Stunden vergehen, schätzt Stadt-Sprecherin Silke Lenz. Aber die Einsatzkräfte werden schon jetzt von Kray nach Altenessen verlegt. Auch das für die Absperrungen nötige Material – vom Flatterband bis zu den Einsatzfahrzeugen – wird nach Altenessen gebracht.

17.47 Uhr: Gute Nachrichten aus dem Krisenstab: Der Blindgänger in Kray ist erfolgreich entschärft worden. Die Sperrungen auf der A40 und A52 werden jetzt beseitigt. Es wird von langen Staus berichtet.

17.15 Uhr: Die Entschärfung beginnt.

16.35 Uhr: Die A40 und die A52 werden jetzt gesperrt, meldet der Krisenstab.

16.17 Uhr: Mit einer Sperrung der A40 ist vermutlich nicht vor 17 Uhr zu rechnen. Der innere Sperrbereich in Kray ist bereits abgeriegelt; derzeit wird der äußere Bereich zugezogen. Wie lange das dauert, ist offen, berichtet Stadt-Sprecherin Silke Lenz. Erfahrungsgemäß dauere es dann noch weitere 20 Minuten, bis auch die Autobahn dicht gemacht werden kann.

15.48 Uhr: In Altenessen-Süd ist am Donnerstagnachmittag eine weitere Weltkriegs-Bombe gefunden worden. Sie liegt an einer Baustelle an der Straße Oberholzweg. Für die Entschärfung des ersten Blindgängers des Tages in Kray habe das keine Auswirkungen, berichtet Feuerwehr-Sprechen Mike Filzen. Die Evakuierung rund um den Fundort in Kray und die geplante Sperrung der A40 werden derzeit weiter vorangetrieben. Wann die Autobahn dichtgemacht wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Nach der Entschärfung der Bombe in Kray macht sich Entschärfer Frank Stommel an den Blindgänger in Altenessen-Süd. Beim Fund in Altenessen-Süd handelt es sich um das gleiche Modell wie in Kray: Eine britische Fünf-Zentner-Bombe mit Aufschlagzünder.

Auch Auffahrt von der A52 auf die A40 wird dichtgemacht

15.34 Uhr: Es wird nicht nur die A40 gesperrt, sondern auch die Auffahrt von der Autobahn A52 auf die A40. Autofahrer in Fahrtrichtung Dortmund werden von der A52 auf die Ruhrallee abgeleitet. Die Auffahrt Essen-Bergerhausen auf die A52 kann während der Entschärfung ebenfalls nicht genutzt werden.

15.07 Uhr: Die Stadt meldet, dass der erste Evakuierungs-Durchgang abgeschlossen ist. „Der zweite Durchgang startet in Kürze.“

14.55 Uhr. Die A40 wird deshalb während der Entschärfung zwischen Essen-Zentrum und Gelsenkirchen-Süd gesperrt. Autos werden entsprechend abgeleitet. Auffahrten in Richtung Dortmund sind dann sowohl an der Anschlussstelle Essen-Zentrum sowie Essen-Huttrop nicht möglich. In Fahrtrichtung Duisburg sind Auffahrten an der Anschlussstelle Essen-Kray sowie Gelsenkirchen-Süd nicht möglich.

14.24 Uhr: Der erste Evakuierungs-Durchgang rund um den Bombenfundort läuft. Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr fahren durch die Straßen und machen entsprechende Lautsprecherdurchsagen.

13.57 Uhr. Nach Angaben von Silke Lenz, Sprecherin der Stadt Essen, sind von der Evakuierung 390 Anwohner betroffen. Im „inneren Kreis“ liegen außerdem Firmen wie der TÜV Nord; im äußeren Kreis DMT und Röser Medical. Man sei derzeit dabei, die Sperrung der A40 vorzubereiten und Personal zu rekrutieren für die Sperrstellen, heißt es derzeit.Hier gibt es mehr Artikel, Bilder und Videos aus Essen

13.39 Uhr. Von der Entschärfung sind auch Buslinien der Ruhrbahn betroffen: Es geht um die Linien 146 und 144. Die Linie 146 wird von der Busspur entlang der A40 über die Straße Am Zehnthof umgeleitet, im weiteren Verlauf über Am Bocklerbaum bis Kray-Mitte. Die Linie 144 wird ab Kray-Süd über die Krayer Straße bis Kray-Nordbahnhof umgeleitet. Die dazwischenliegenden Haltestellen entfallen.

13.17 Uhr. Der Entschärfer, Frank Stommel von der Bezirksregierung Düsseldorf, ist bereits vor Ort. Die Bombe liegt nach Angaben von Feuerwehr-Sprecher Mike Filzen in etwa acht Metern Tiefe. Auf dem Baugelände an der Schönscheidtstraße war gezielt nach Blindgängern gesucht worden.

13.13 Uhr. Feuerwehr-Sprecher Mike Filzen hat auf Facebook die Nachricht veröffentlicht, dass dies die 21. Entschärfung in diesem Jahr ist, bei der Führungsstab einberufen wurde. Der Führungsstab setzt sich aus Mitarbeitern von Feuerwehr, Ordnungsamt und weiteren Institutions-Vertretern zusammen.

12.50 Uhr. Anwohnerinnen und Anwohner, die im Umkreis von 250 Metern um die Bombenfundstelle wohnen oder arbeiten, werden gebeten, sich schon jetzt auf die Entschärfung einzustellen. Bis zum Abschluss der Entschärfung sind alle Wohnungen und Gebäude zu evakuieren.

Im Radius von 250 bis 500 Metern müssen sich Anwohner an der von der Bombe abgewandten Seite ihrer Wohnung aufhalten

Im Umkreis von 250 Metern bis 500 Metern sollten sich Anwohnerinnen und Anwohner während der Entschärfung in Gebäudeteilen aufhalten, die von der Bombe abgewandt liegen, oder den Keller aufsuchen. Auch in diesem Bereich rät das Ordnungsamt, Autos vorsorglich von der Straße zu entfernen.

Für die Entschärfung wird auch die Autobahn A40 kurzzeitig gesperrt werden müssen. Mit weiteren Behinderungen des Individualverkehrs und des ÖPNV ist laut Stadt ebenfalls zu rechnen. Genauere Angaben zum Sperrbereich und zu den Sperrzeiten folgen in Kürze. Mit weiteren Behinderungen des Individualverkehrs und des ÖPNV ist ebenfalls zu rechnen.

Betreuungsstelle und Info-Hotline für Bürger wurden eingerichtet

Die Betreuungsstelle in der Franz-Dinnendahl-Realschule (Schönscheidstraße 174) ist eingerichtet und kann nach Angaben der Stadt ab sofort genutzt werden. Auch eine Informationshotline wurde eingerichtet. Bürgerinnen und Bürger können sich ab sofort unter (0201) 123 88 88 informieren.

Aktuelle Informationen zur Bombenentschärfung gibt es hier, auf dem Portal der Stadt Essen www.essen.de und auf dem offiziellen Facebook-Account der Stadt Essen unter https://www.facebook.com/StadtportalEssen.

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