Klimaschutz

Bistum Essen beruft Fridays for Future in bischöflichen Rat

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Bischof Franz-Josef Overbeck hat einen Rat für für Ökologie und Nachhaltigkeit gegründet.

Bischof Franz-Josef Overbeck hat einen Rat für für Ökologie und Nachhaltigkeit gegründet.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Essen.  Bischof nennt Klimawandel „größte Herausforderung“, Rat für Ökologie und Nachhaltigkeit soll ihn beraten. Auch Aktivist unter den 15 Mitgliedern.

Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck hat vergangenen Dienstag einen neuen „Bischöflichen Rat für Ökologie und Nachhaltigkeit“ im Essener Bischofshaus ins Leben Ihm werden 15 Mitglieder aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und der Umweltbewegung in NRW angehören. Ihre Aufgabe ist es, den Bischof und das Bistum künftig in Klima- und Umweltfragen zu beraten. Die Bekämpfung des Klimawandels ist für Overbeck „die aktuell größte gesellschaftliche Herausforderung, die zudem zentrale Gerechtigkeitsaspekte berührt“, erklärte der Bischof.

Auch Fridays for Future-Aktivist gehört dem bischöflichen Rat an

Unter anderem gehören dem Rat NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU), der Geschäftsführer der Innovation City Bottrop, Tobias Clermont, der Vorstandsvorsitzende von Emschergenossenschaft und Lippeverband, Uli Paetzel, der Bochumer Photobiotechnologie-Professor Thomas Happe, der Vorstandssprecher von Thyssenkrupp Steel Europe, Bernhard Osburg, und der Fridays-For-Future-Aktivist Julian Pannen an. Moderiert wird der neue Rat von Judith Wolf, Direktorin der Bistums-Akademie „Die Wolfsburg“.

„Als Kirche wollen wir in unserem Handeln eine Vorbildfunktion erfüllen“, sagte Overbeck. „Dabei müssen wir mit Blick auf unser Bistum ehrlich und selbstkritisch feststellen, dass es auch für uns noch viel zu tun gibt.“ Von dem neuen Rat erhofft sich der Bischof „wegweisende Impulse, wie wir dieser enormen Herausforderung in unserer Region gemeinsam begegnen können.“ Gerade weil die Kirche ein gesellschaftlich-politischer Akteur unter vielen sei, „ist mir der Dialog mit allen wichtig, die sich für die Bewahrung der Schöpfung einsetzen“, so Overbeck.

Konkreter Umweltschutz soll auch für das Bistum Essen Leitlinie sein

Wenn es durch die Vernetzung im Rat für Ökologie und Nachhaltigkeit gelinge, konkrete Umweltschutz-Maßnahmen auf den Weg zu bringen – auch für das Bistum Essen – dann diene dies allen Menschen, hob der Bischof hervor.

In der Geschichte des Ruhrbistums spielen die gesellschaftspolitischen Räte eine wichtige Rolle. Einst gegründet als berufsständische Vertretungen haben sie sich stets weiterentwickelt und verstehen sich heute nicht nur als Beratungsgremien des jeweiligen Ruhrbischofs, sondern auch als aktive Gestalter der gesellschaftspolitischen Prozesse im Bistum Essen. Seit 2014 organisiert die Bistums-Akademie „Die Wolfsburg“ die Arbeit der Räte.

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Durch diese enge Kooperation schafft das Bistum wichtige Verbindungen zwischen den Themen der Räte und der Akademie. Neben dem neuen Rat für Ökologie und Nachhaltigkeit gibt es den Rat für Bildung, den Rat für Wirtschaft und Soziales sowie den Rat für Gesundheit und Medizinethik.

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