Tauben

Taubenplage: Borbecker Parkhaus für Taubenschlag im Gespräch

Ute Annussek plant, einen Verein zu grü̈nden, der sich um die tierfreundliche Reduzierung der Stadttauben kümmmern will. v.l.n.r. Sabine Schmitt (Taubenhilfe Essen), Sabine Rösler-Wirtz (Taubenhilfe Essen), Ute Annussek.

Ute Annussek plant, einen Verein zu grü̈nden, der sich um die tierfreundliche Reduzierung der Stadttauben kümmmern will. v.l.n.r. Sabine Schmitt (Taubenhilfe Essen), Sabine Rösler-Wirtz (Taubenhilfe Essen), Ute Annussek.

Foto: Carsten Klein

Essen-Borbeck.   Tierschützerinnen wünschen sich einen Taubenschlag in Borbeck – und finden in der Politik Unterstützung. Ein möglicher Standort: ein Parkhaus.

Die Initiative für einen von Tierschützern betreuten Taubenschlag, der das Taubenproblem in der Borbecker Innenstadt verringern soll, kommt einen Schritt weiter. Der Betreiber des Parkhauses an der Rechtstraße, dem ehemaligen Hertie/Karstadt-Parkhaus, zeigt sich offen für Gespräche. „Ich stehe der Initiative positiv gegenüber“, sagt André Westhoff, Geschäftsführer der Düsseldorfer Firma „Besser parken“. Diese betreibt auch das Parkhaus an der Marktstraße.

Verwaltungsleiter Michael Quadt bringt Schwung in die Sache

Anfang Oktober hatten mit Ute Annussek aus Borbeck sowie Sabine Schmitt (Kray) und Sabine Rösler-Wiertz (Holsterhausen) von der Taubenhilfe Essen drei engagierte Tierschützerinnen ihre Idee vorgestellt, nach Steele und dem Allbau-Gebäude in der Innenstadt auch einen Taubenschlag in Borbeck aufzustellen. Sie sind erfolgreich, weil ehrenamtliche Helfer die Taubeneier gegen Gipseier austauschen und damit den Taubenbestand deutlich verringern. Als Standort hatten sich die Drei u. a. das Parkhaus an der Rechtstraße ausgeguckt. Ute Annussek: „Das Taubenschlagkonzept ist ein genialer Beitrag zur Linderung des Stadttaubenproblems.“

Bezirksbürgermeister schreibt Brief an Eigentümer

Als jetzt Michael Quadt, der Verwaltungsbeauftragte in Borbeck, von der Initiative erfuhr, kam Schwung in die Thematik. Den Kontakt knüpfte Ute Annussek, die in der Verwaltung als Reinigungskraft arbeitet. So griff Michael Quadt das Thema auf und fand in Bezirksbürgermeister Helmut Kehlbreier Unterstützung: Der 80-Jährige findet: „Die Taubenplage ist schon kriminell. An der Bahnhofsunterführung mussten die Wände sogar mit Maschendraht abgesperrt werden.“ Auch das war übrigens eine Initiative von Ute Annussek.

Bezirksbürgermeister schreibt Brief

So schrieb nun Helmut Kehlbreier den Eigentümer des Parkhauses „Besser parken“ an, ob er sich die Errichtung eines Taubenschlags dort vorstellen könnte. Das könne er, sagte André Westhoff im Gespräch mit der Redaktion, ohne sich allerdings zuvor mit der Thematik beschäftigt zu haben. „Die Tauben sollen nicht zu erheblichen Verschmutzungen der Autos führen, und sie sollten nicht den Nutzern entgegenfliegen und sie erschrecken“, sagt André Westhoff.

Wie auch immer die Gespräche mit der Bezirksvertretung ausgehen: Ute Annussek und ihre Partnerinnen treffen sich am heutigen Samstag, um eine Vereinsgründung vorzubereiten.

>>> Über Vereinsgründung wird nun konkret gesprochen

  • Die Bezirksvertretung IV würde einen Taubenschlag in Borbeck finanziell unterstützen. Doch allein schon aus versicherungstechnischen Gründen benötigt sie dazu einen offiziellen Ansprechpartner.

  • Deshalb planen die Tierschützerinnen jetzt konkret die Gründung eines Vereins, der als Pate des Taubenschlags auftreten könnte. Erreichbar sind sie per E-Mail an taubenschlagkonzeptborbeck@gmx.de

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