Kriminalität

Betrugswelle in Essen und Mülheim: Polizei hofft auf Zeugen

Der Polizei sind allein am Mittwoch 22 Fälle eines versuchten Betrugs am Telefon bekannt geworden.

Der Polizei sind allein am Mittwoch 22 Fälle eines versuchten Betrugs am Telefon bekannt geworden.

Foto: Uwe Möller

Essen/Mülheim.   In mindestens 22 Fällen haben Kriminelle versucht, ältere Menschen am Telefon hereinzulegen. In allen Fällen durchschauten die Opfer die Masche.

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In mindestens 22 Fällen haben Trickbetrüger am Mittwoch versucht, ältere Menschen in Essen und Mülheim unter anderem am Telefon hereinzulegen. Wie die Polizei am Donnerstag berichtete, reagierten die Angerufenen richtig und gingen nicht auf die Kriminellen ein. Dazu registrierten die Ermittler zwei Betrugsversuche an der Wohnungstür. In einem Fall wurde Schmuck erbeutet.

Die Fälle im Einzelnen: Um 14.30 verschafften sich drei bislang unbekannte Tatverdächtige Zugang zur Wohnung einer Seniorin in der Styrumer Straße. Zunächst klingelten zwei Frauen an der Tür der Essenerin. Sie gaben vor, als Mitarbeiter einer Apotheke ein Paket mit Medikamenten für eine Nachbarin abgeben zu wollen. Da diese nicht anzutreffen sei, wolle man nun einen Zettel hinterlassen.

Gemeinsam ging man in die Wohnung. Plötzlich bemerkte die Seniorin einen Mann, der an der Küche vorbei Richtung Schlafzimmer eilte. Als sie ihm nachgehen wollte, versperrten ihr die angeblichen Apothekenmitarbeiterinnen augenblicklich den Weg. Nach kurzer Zeit verschwand das Trio dann schlagartig. Die Seniorin musste wenig später feststellen, dass Schmuck gestohlen worden war.

Zwei Mal gaben sich Betrüger als Wasserwerker aus

Die mutmaßlichen Betrügerinnen lassen sich folgendermaßen beschreiben: Die erste Tatverdächtige soll etwa 1,60 bis 1,65 Meter groß und schlank sein. Sie hatte dunkle Haare und wurde von dem Opfer als „afrikanisch“ beschrieben. Die zweite Frau soll etwa gleich groß und ebenfalls schlank sein. Sie hat blonde, mittellange Haare und wird als „mitteleuropäisch“ beschrieben.

In zwei weiteren Fällen gaben sich Betrüger als Wasserwerker aus: Unter dem Vorwand, einen Abfluss kontrollieren zu müssen, gelangten zwei Männer am Mittwoch gegen 17.30 Uhr in der Straße An St. Albertus Magnus in die Wohnung einer Seniorin. Die Betrüger flüchteten ohne Beute. Die Polizei sucht Zeugen, die die Männer oder etwas Auffälliges zur Tatzeit in der Straße beobachtet haben.

Seniorin vertrieb Kriminellen aus ihrer Wohnung

An der Bergheimer Straße verschaffte sich ein Tatverdächtiger gegen 19 Uhr Zugang zu einer Wohnung. Er gab vor, Wasserhähne entlüften zu müssen. Als die Seniorin bemerkte, dass der falsche Wasserwerker den Türöffner betätigte, vertrieb sie ihn lautstark aus der Wohnung. Er soll etwa 35 Jahre alt und Deutscher sein, hat dunkles, kurzes Haare, ist etwa 1,75 Meter groß und schlank. Er trug Handschuhe bei sich.

In Mülheim an der Ruhr versuchte ein Betrüger gegen 9 Uhr, einen 72-Jährigen zu bestehlen. Er bat ihn am Muhrenkamp, Ecke Kaiserstraße, darum, Geld zu wechseln. Als der hilfsbereite Mann zum Portemonnaie griff, lenkte ihn der Unbekannte mit einem Stadtplan ab und griff selbst in die Geldbörse. Der 72-Jährige bemerkte den Betrug jedoch sofort und entriss den Schein dem Tatverdächtigen. Der Mann flüchtete. Er ist etwa 50 Jahre alt, circa 1,70 Meter groß und hat eine Glatze. Er könnte aus Indien stammen, so das Opfer, und sprach gebrochen Deutsch.

In allen Fällen nimmt die Polizei Essen Hinweise entgegen unter der Rufnummer 0201/829-0.

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