Gartenbau-Ausbildung

Bester Landschaftsgärtner aus NRW kommt aus Karnap

Ein Herz fürs Grüne: Mathis Huster vor den Gabionen an der Arenbergstraße, in der Nähe des Karnaper Kreisverkehrs.Foto:Vladimir Wegener

Ein Herz fürs Grüne: Mathis Huster vor den Gabionen an der Arenbergstraße, in der Nähe des Karnaper Kreisverkehrs.Foto:Vladimir Wegener

Essen-Karnap.   Nordrhein-Westfalens bester Landschaftsgärtner des Jahrgangs kommt aus Karnap. Zur Aus- und Fortbildung zog Mathis Huster vor Jahren nach Essen.

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„Ich fühle mich sehr wohl hier.“ Die Worte von Mathis Huster darf Karnap durchaus als Lob verstehen, denn der 25-Jährige ist Landschaftsbauer und schon allein deshalb an einem grünen Wohnumfeld interessiert. Zudem ist er nicht irgendein Landschaftsbauer. Nach der Ausbildung zum Landschaftsgärtner packte Mathis Huster noch eine zweijährige Fortbildung zum Agrarbetriebswirt für Gartenbau oben drauf. Und die schloss er als Bester der rund 120 Absolventen in Nordrhein-Westfalen mit der Note 1,0 ab.

Sonst eher ein Durchschnittstyp

Zum Beruf des Landschaftsgärtners gehört nach Auffassung von Mathis Huster „alles, was draußen ist“. Als Landschaftsgärtner bringe man den Kunden einen Mehrwert. Ob es nun der private Garten ums eigene Häuschen sei oder das Grün im öffentlichen Raum. „Das Handwerk muss einem schon im Blut liegen. Man muss Lust auf Natur haben. Mit Pflanzen kann man sehr viel gestalten“, sagt der 25-Jährige, den sein Einser-Abschluss eher überraschte, weil er sonst eher ein Durchschnittstyp sei.

Ehrungen von Verband und Landwirtschaftskammer

Auf den besten Abschluss in NRW folgten entsprechende Ehrungen – u.a vom Landesverband des Gartenbaus sowie der Landwirtschaftskammer. Und nach dem offiziellen Teil kam auch das eine oder andere Jobangebot. Bisher widerstand Mathis Huster. Sein eigenes Kleingewerbe, das er parallel schon länger betreibt, habe halt seine Vorteile. Die Selbstständigkeit sei ihm wichtig. „Bei großen Firmen werden die Aufgaben aufgeteilt. So kann ich alles selbst machen – angefangen vom Kundengespräch bis zum abschließenden Pflanzen.“

Fortbildung am Bildungszentrum Gartenbau Essen

Für seine Aus- und Fortbildung am Bildungszentrum Gartenbau Essen war der gebürtige Gummersbacher vor ein paar Jahren nach Karnap gezogen. Es war nicht Liebe auf den ersten Blick. Der günstige Mietpreis spielte auch eine Rolle. Mittlerweile fühlt er sich mit seiner Freundin im äußersten Norden Essens sehr wohl. „Ich hätte früher nicht gedacht, dass Essen allgemein so viel Grün und Parks hat.“

Und beim Durchstreifen seines Stadtteils haben die Augen des Landschaftsgärtners auch schon Potenzial entdeckt. Der Kreisverkehr auf der Arenbergstraße zum Beispiel, sozusagen Karnaps Ortseingang hinter der Eisenbahnbrücke, sei nicht schlecht, er könne ihn sich aber attraktiver vorstellen.

>>> Projektarbeit: App zur Erkennung von Pflanzen

Bei der zweijährigen Fortbildung zum Agrarbetriebswirt mussten die Teilnehmer auch eine Projektarbeit erstellen.

Mathis Huster wählte für sich als Thema eine App zur Erkennung von Pflanzen. „In Sachen Pflanzen gibt es oftmals noch einiges aufzuarbeiten“, sagt der 25-Jährige.

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