Verkehrsentwicklung

Berlin hält den A 52-Weiterbau für zwingend

Die B224 (hier an der Ecke Arenbergstrasse) könnte eines Tages zur Autobahn ausgebaut werden.

Die B224 (hier an der Ecke Arenbergstrasse) könnte eines Tages zur Autobahn ausgebaut werden.

Foto: WAZ FotoPool

Essen.  Essener CDU-Fraktion freut sich über die Rückendeckung aus dem Bundesverkehrsministerium. Die Grünen fordern dagegen, das umstrittene Projekt endlich aus dem Bundesverkehrswegeplan zu streichen

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Der umstrittene Ausbau der Bundesstraße B 224 zur A 52 zwischen der A 2 und A 42 steht in Berlin weiter auf dem Plan. Die Bundesregierung will den Neubau, frohlockte die Essener CDU-Ratsfraktion gestern in einer Mitteilung. Auslöser dafür ist die Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen im Bundestag. Da heißt es zum Schluss: „Für die Bundesregierung stellt der Neubau der A 52 im Ruhrgebiet eine verkehrswichtige Fernverkehrsachse dar.“ Und weiter heißt es: „Der Ausbau der bestehenden B 224 zur A 52 ist aus Bundessicht unabdingbar.“

Die Grünen schütteln den Kopf. Der Essener Bundestagsabgeordnete Kai Gehring hält es für „verkehrspolitisch widersinnig“, dass sich Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt immer noch für eine „Transit-Autobahn A 52“ einsetzt. „Eine solche durchgehende Strecke durch das westliche Ruhrgebiet wird in den nächsten Jahrzehnten weder realisierbar noch finanzierbar sein“, erklärte er nach Beantwortung der Anfrage. Man müsse den Bundesverkehrsplan von „Wolkenkuckucksheimen“ bereinigen und die Prioritäten auf dringend Notwendiges setzen. Dazu zähle vor allem ein Lkw-Konzept für das dicht bewohnte Ruhrgebiet, das die Brummis auf die vorhandenen großen Autobahnen lenkt. Auch das Festhalten des Weiterbaus der A 52 in Tunnellage durch Gladbeck wird von den Grünen heftig kritisiert. Dem wurde in einem Bürgerentscheid 2012 „eine glasklare Absage“ erteilt, so Gehring.

Die Essener CDU-Fraktion befürwortet dagegen die Rückendeckung aus Berlin zum weiteren Ausbau der A 52. Dies unterstreiche auch, welche Bedeutung dies über die Region hinaus auf Bundesebene hat, erklärte der verkehrspolitische Sprecher Uwe Kutzner. Wenn Essen und die Region weiter wachsen wollen, müssen sich die Verkehrsverhältnisse im westlichen Ruhrgebiet verbessern. Wie berichtet, könnte 2020 der Bau für das Autobahndreieck Essen/Gladbeck (A 2) und 2018 der Ausbau der B224 zur A 52 zum Kreuz Essen-Nord (A 42) starten.

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