Ruhrbahn

Bei der U18 zwischen Essen und Mülheim drohen Einsparungen

Es drohen Einsparungen bei der U18 zwischen Essen und Mülheim.

Es drohen Einsparungen bei der U18 zwischen Essen und Mülheim.

Foto: Kerstin Kokoska

Essen.   Der Ruhrbahn droht ein neues Spardiktat in Höhe von fünf Millionen Euro. Essener Verkehrspolitiker sind empört.

Neueste Überlegungen der Stadt Mülheim, bei der Ruhrbahn weitere Millionen einzusparen, haben bei Essener Vertretern des Ruhrbahn-Aufsichtsrats Empörung und Unverständnis ausgelöst. Verkehrspolitiker befürchten, dass weniger U-Bahnen auf der wichtigen Verbindungslinie U18 zwischen Mülheim und Essen eingesetzt werden. Ebenso betroffen sein könnte auch die Straßenbahn-Linie 104, die nach Borbeck führt.

Die Gewerkschaft Verdi hat bereits protestiert. Wenn die Mülheimer Stadtspitze an ihrem jüngsten Einsparungsziel von weiteren fünf Millionen Euro festhalte, werde der Nahverkehr ausgedünnt, kritisiert Gewerkschaftssekretär Rainer Sauer.

CDU-Aufsichtsrat über Sparpläne besorgt

Wegen der schwierigen Haushaltslage in Mülheim sollen der Ruhrbahn fünf Millionen Euro weniger an Ausgleichszahlungen überwiesen werden. „Dabei soll die Ruhrbahn eh’ schon zwei Millionen sparen“, klagt Rolf Fliß, Grünen-Verkehrsexperte und Mitglied des Ruhrbahn-Aufsichtsrates. „Das alles kann nur auf Kosten des Angebotes funktionieren.“

Wolfgang Weber (SPD), Vorsitzender des Aufsichtsrates, schüttelt den Kopf. „Das ist doch bekloppt. Irgendwann können wir den Nahverkehr in Mülheim einstellen. Jetzt müssen wir erstmal abwarten, was dort der Rat tatsächlich entscheiden wird.“ Weber weist auf den Widerspruch hin, dass Mülheim Bahnverkehr abbauen will, während Essen das Gegenteil beabsichtigt. Sollte Mülheim den Rotstift ansetzen, wäre aber auch Essen betroffen.

Grüner fürchtet um das Image der Essener Ruhrbahn

Rolf Fliß sorgt sich vor allem um die U-Bahn-Linie U18. Werde dort der Fahrtakt eingeschränkt, „dann hätte das auch Auswirkungen auf das Rhein-Ruhr-Zentrum“.

Der Grüne sieht zudem einen möglichen Imageschaden für die Ruhrbahn. Was Mülheim gerade plane, sei „eine Unverschämtheit“. Fliß: „Das schädigt den Ruf der Ruhrbahn. Mit einem gemeinsamen Unternehmen wollten wir wirtschaftlicher arbeiten bei gleichem oder noch besserem Angebot für die Fahrgäste. Aber Mülheim geht völlig andere Wege als Essen.“ Nun werde das Trennende „immer deutlicher und schärfer.“

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