Straßensanierung

Baustelle Stauderstraße weckt Neid auf der Backwinkelstraße

Noch gut eine Woche wird auf der Stauderstraße gearbeitet. Die Absperrkappen werden angehoben, um Straßenschäden zu vermeiden.

Noch gut eine Woche wird auf der Stauderstraße gearbeitet. Die Absperrkappen werden angehoben, um Straßenschäden zu vermeiden.

Foto: Rüdiger Hagenbucher

Essen-Altenessen.   Auf der Stauderstraße werden Schachtdeckel angehoben, um den Lärm zu verringern. Auf der Backwinkelstraße warten Anwohner darauf seit Jahren.

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Es geschieht wirklich nicht häufig, dass Bürger fast schon neidisch auf eine Baustelle in der Nachbarschaft blicken. Doch in Altenessen ist das derzeit der Fall. Denn in der Stauderstraße geschieht genau das, was man sich auf der Backwinkelstraße seit Jahren wünscht: Es werden Schachtdeckel und Absperrkappen auf der Fahrbahn erneuert, damit sie nicht länger unter dem Gewicht der Lastwagen klappern und lärmen.

Seit vier Wochen erneuern die Stadtwerke die Deckel und Kappen für ihre Gas- und Wasserleitungen. Für die Gullys am Fahrbahnrand, die das Regenwasser schlucken, ist dagegen das städtische Tiefbauamt zuständig.

Stauder-Brauerei wurde rechtzeitig informiert

In der Stauderstraße gehen die Arbeiten, eingeteilt in vier Abschnitte, allmählich zu Ende. Derzeit ist der Abschnitt zwischen der Bischoffstraße und der Fundlandstraße gesperrt. Die Hauptzufahrt der Stauder-Brauerei ist damit wieder für Kunden und Mitarbeiter erreichbar. „Als unsere Auffahrt im 3. Bauabschnitt gesperrt war, konnten wir eine zweite Zufahrt öffnen“, berichtet eine Sprecherin der Brauerei. Dank der guten Vorabinformation durch die Stadtwerke hätten auch alle Beteiligten rechtzeitig informiert werden können.

Jetzt zeichnet sich ein Ende der Deckel-Erneuerung ab. Am Freitag, 9. November, soll die Stauderstraße wieder freigegeben werden. „Wir haben jetzt den letzten Abschnitt erreicht“, sagt Stadtwerkesprecher Dirk Pomplun.

Um 3 Uhr klirren die Gläser

Uschi Kosfeld wäre bereits froh, wenn an der Backwinkelstraße wenigstens der erste Abschnitt in Sicht wäre. Doch darauf wartet die inzwischen 81-jährige ehemalige Bezirksbürgermeisterin seit Jahren vergeblich. „Irgendwie bin ich angepinkelt“, sagt die resolute Sozialdemokratin, die sich als Seniorenbeauftragte auch für die Belange der Alten in ihrem Stadtteil eingesetzt hat. „Es geht um 3 Uhr morgens los, wenn die unbeladenen Kipp-Lastwagen Richtung Zollverein fahren. Das passiert nicht mehr jede Viertelstunde, aber dann mal jede halbe oder jede Stunde.“ Jedesmal klirrten die Gläser in den Wohnzimmerschränken. Und es seien nicht nur die Senioren — Uschi Kosfelds Nachbarin ist 87 – die sich immer häufiger beschwerten: „Auch die Neubürger Mitte 50 oder jünger fragen uns jetzt: ,Was ist denn hier los?’“

Uschi Kosfeld hat schon alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit sich die Situation bessert. Doch alle Versuche, die Stadtverwaltung und die Bezirksvertretung für das Thema zu interessieren, seien fehlgeschlagen: „Ein Mitarbeiter des Tiefbauamtes war sehr nett und hat zugesichert, dass er es sich anguckt. Dabei ist es geblieben.“

In der Stauderstraße ging es offenbar flotter. . .

>>>>>Anwohner baten im August 2016 um Hilfe

Im August 2016 übergab Uschi Kosfeld dem Bezirksbürgermeister ein Schreiben, mit dem die Betroffenen auf Lärm sowie auf Schäden an Fahrbahn und an Häusern infolge des starken Lkw-Verkehrs hinweisen und um Unterstützung bei der Abstellung der Probleme bitten.


Bezirksbürgermeister Zwiehoff wies darauf hin, dass man zunächst die Stellungnahme der Verwaltung abwarten wolle.

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