Baumfällungen

Baumfällungen an der L 441 in Kettwig waren alternativlos

70 Bäume - vor allem Eschen – mussten an der Graf-Zeppelin-Straße in Essen-Kettwig gefällt werden.

Foto: Marie Heibach

70 Bäume - vor allem Eschen – mussten an der Graf-Zeppelin-Straße in Essen-Kettwig gefällt werden. Foto: Marie Heibach

Essen-Kettwig.   70 Bäume mussten entlang der L 441 in Essen-Kettwig gefällt werden. Frank Hoffmann von Straßen.NRW: „Das war in diesem Fall alternativlos.“

Ende Juni rückten die Arbeiter an: An nur zwei Tagen fällten sie 70 sogenannte Gefahrenbäume entlang der L 441, im Bereich Graf-Zeppelin- und der Meisenburgstraße. Zurück blieben Baumstümpfe. Der Landesbetrieb Straßen.NRW, zuständig für Landstraßen, war Auftraggeber.

Frank Hoffmann, Sachgebietsleiter „Straßen und Verkehr“ bei Straßen.NRW: „Ich habe mir die Situation danach angeschaut, und ich muss sagen, dass einem bei dem Anblick das Herz wehtut. Keiner von uns möchte, dass Bäume gefällt werden, aber das war in diesem Fall alternativlos.“

Vogelnester in zwei Bäumen gefunden

72 Bäume entlang der beiden Straßen hatten die Baumkontrolleure mit einem roten „F“ gekennzeichnet – die Freigabe für die Fällung des Baumes. Allein fast 40 Eschen waren von einem Pilz befallen, das Eschentriebsterben ließ den Experten keinen Spielraum. Immer wieder wurde Kritik laut, warum diese Maßnahme in die Brutzeit einiger Vögel durchgeführt wurde. Dazu Frank Hoffmann: „Mit der Fällung waren Experten beauftragt, welche die Bäume vorher genau untersucht haben. In zwei Bäumen wurden Vogelnester gefunden – diese Bäume blieben natürlich stehen.“

Im Herbst soll mit Nachpflanzungen begonnen werden. „Das genaue Konzept wird Ende August stehen.“ 70 Bäume wurden gefällt – nachgepflanzt wird in etwa gleichem Umfang. Für welche Baumarten man sich entscheiden wird, ist auch noch unklar, aber „es werden sicherlich keine Eschen sein“, sagt Hoffmann.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik