Gleisharfe Altenessen-Süd

Baugebiet an der Bahn für bis zu 140 Wohnungen

35 000 qm groß ist die Brachfläche, die sich hinter diesen beiden ehemaligen Bahngebäuden in Altenessen-Süd anschließt.

35 000 qm groß ist die Brachfläche, die sich hinter diesen beiden ehemaligen Bahngebäuden in Altenessen-Süd anschließt.

Foto: Socrates Tassos

Altenessen-Süd.   Ein neuer Bebauungsplan soll jetzt den Weg frei machen für die Errichtung von bis zu 140 Wohnungen auf einer Brache in Altenessen-Süd.

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Der „Modell-Eisenbahn-Club Essen und Umgebung“. wird eine ganze Reihe neuer Nachbarn bekommen. Denn neben seinem Domizil in einer ehemaligen Werkstatt der Deutschen Bahn sollen 140 Wohnungen und eine viergruppige Kindertagesstätte errichtet werden. Die Bezirksvertretung V Altenessen begrüßte jetzt ausdrücklich den Bebauungsplan „Wicking-/Krablerstraße“.

Das Plangebiet liegt zwischen der Köln-Mindener-Eisenbahn und der Wickingstraße und ist 3,5 Hektar groß. Früher wurde es „Gleisharfe“ genannt, es gab einen Anschluss an die Eisenbahn zur Zeche Carl. Heute liegt es weitgehend brach, allerdings liegen noch alte Gleise. An der Wickingstraße steht noch das Firmengebäude eines ehemaligen Holz- und Baustoffhandels, das bis vor vier Jahren von einem Gebrauchtwagenhandel genutzt wurde. Inzwischen gehören alle Grundstücke der Stadt.

Mehrgeschossige Wohnhäuser plus Tiefgarage

Hier sollen baldmöglichst mehrgeschossige Wohnhäuser errichtet werden. In der Bezirksvertretung wurden vier Entwürfe vorgestellt, die alle Mehrfamilienhäuer mit drei bis vier Geschossen plus einem Staffelgeschoss vorsehen.

Rücksicht müssen die Bauherren später auf den Bahnverkehr und den dadurch verursachten Lärm nehmen. Denn nachts fahren zwischen 22 und 6 Uhr 42 Güter- und 18 Personenzüge vorbei. Die Güterzüge können Krach bis zu 74 dB(A) erzeugen. Eine Lärmschutzwand von mindestens sechs Meter höhe müsse deshalb zwischen der Gladbecker Straße und der Altenessener Straße aufgestellt werden, so die Planer der Stadt.

Die Bezirksvertreter lobten geschlossen den Entwurf, der auch den Bau einer Tiefgarage vorsieht. Uneins waren sich die Stadtteilparlamentarier darüber, wie viele öffentlich geförderte Wohnungen letztlich errichtet werden. Das wird letztlich in einem Vertrag mit den Käufern der Fläche festgelegt.

CDU-Sprecherin Stefanie Kölking schlug zudem die Erweiterung des P&R-Parkplatzes am Bahnhof Altenessen vor. Der allerdings schon jetzt als – gefährlicher – Spielplatz von Kindern genutzt wird, wie SPD-Ratsherr Martin Schlauch warnte.

>>>>>Bürger werden noch ausführlich informiert

Vor fünf Jahren kam das Planungsverfahren in Gang. Eine Veränderungssperre für das Gebiet entlang der Krabler- und Wickingstraße sorgte dafür, dass sich keine neuen Gewerbebetriebe ansiedeln konnten.

Jetzt soll der Bebauungsplan im Schnelldurchgang umgesetzt werden. Die Bürger werden in einer öffentlichen Veranstaltung informiert.


Auf eine Umweltprüfung findet nicht statt, mit Altlasten ist bis auf Aufschüttungen auch nicht zu rechnen.

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