Bodenfund

Bauarbeiter finden Skelett eines Arbeitspferds in Essen

Auf einer Baustelle fanden Arbeiter die Überreste eines Arbeitspferds aus dem 19. Jahrhundert. (Symbolbild)

Auf einer Baustelle fanden Arbeiter die Überreste eines Arbeitspferds aus dem 19. Jahrhundert. (Symbolbild)

Foto: Sebastian Gollnow

Essen.   Bei Bauarbeiten in Altenessen wurde ein archäologischer Fund gemacht: das Skelett eines Arbeitspferds. Es ist vermutlich älter als 100 Jahre.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Beim Aushub der Baugrube für die Erweiterung des Studieninstituts an der Blücherstraße in Altenessen wurde ein spektakulärer Fund gemacht: In etwa 1,40 Meter Tiefe fanden sich die Überreste eines Pferdeskeletts aus dem späten 19. Jahrhundert. Stadtarchäologe Detlef Hopp konnte die Knochen sicherstellen, vor Ort untersuchen und interessante Schlüsse ziehen.

Die Baugrube befindet sich auf dem Areal einer ehemaligen Ringofenziegelei. Ursprünglich lagen die Knochen in einer großen, lehmigen Grube und wurden hier bewusst vergraben. Weitere Untersuchungen sollen folgen.

Es sei jedoch anzunehmen, dass es sich bei dem Pferd um ein Arbeitstier der Ziegelei handelt. Besonders verdiente Arbeitspferde wurden nicht selten nach ihrem Tode begraben.

Es ist der erste Befund dieser Art in Essen, obwohl im 18. und 19. Jahrhundert viele hundert Pferde in Ziegeleien und im Bergbau eingesetzt wurden. Das letzte Grubenpferd im Ruhrgebiet war übrigens „Seppel“, der noch bis 1966 in einer Bochumer Zeche arbeitete.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben