Kommentar

Bau des Radschnellweges in Essen kann sich verzögern

Michael Mücke kommentiert die Planungen für das Eltingviertel und den Radschnellweg RS1

Michael Mücke kommentiert die Planungen für das Eltingviertel und den Radschnellweg RS1

Foto: Philipp Wahl

Essen.   Die GroKo hat ehrgeizige Ziele für das Eltingviertel und will den Bahndamm abreißen lassen. Der war eigentlich für den Radschnellweg geplant.

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Viele Hürden sind in den letzten Monaten beseitigt worden, damit es mit dem Bau des Radschnellweges RS1 weiter geht. Doch jetzt setzt die GroKo die zuvor auch vom OB beschworene Marschrichtung, das für Essen und NRW so wichtige Fahrrad-Projekt zum Erfolg zu führen, aufs Spiel.

Sie will den ehemaligen Bahndamm nördlich des Viehofer Platzes „komplett“ abreißen lassen, der eigentlich für den RS1 in abgespeckter Form erhalten bleiben sollte. Und strebt stattdessen ein „verkehrliches Highlight“ an: Der RS1 soll im Eltingviertel auf einer neuen Trasse über Dächer und durch Häuser führen – mit Abfahrten direkt zu den Eingängen.

Radschnellweg wird mitten in Essen unterbrochen

Und damit favorisieren SPD und CDU ausgerechnet eine Variante für das Neubaugebiet, die am aufwendigsten und wohl auch am teuersten ist. Die Frage bleibt, ob sich in absehbarer Zeit dafür ein Investor finden wird – und wann dort der Lückenschluss für den RS1 tatsächlich erfolgen kann.

Die GroKo nimmt das Risiko in Kauf, dass sich die Planungen deutlich verzögern könnten und der Radschnellweg zwischen Duisburg und Hamm, der eigentlich 2020 fertig werden sollte, mitten in Essen unterbrochen wird und stattdessen eine provisorische, unbefriedigende Umleitung zum Dauerzustand wird. Vorausschauende Planung ist das nicht.

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