Bachumbau

Barchembach: Geplante Verlegung verwirrt Bezirkspolitiker

Idyllisch ist es auf dem Stenkamps Busch, der den Donnerberg mit dem Reuenberg verbindet. Dass hier eine große Kanalbaumaßnahme plus Verlegung des Bachs geplant ist, löste in der Bezirksvertretung Diskussionen aus.

Idyllisch ist es auf dem Stenkamps Busch, der den Donnerberg mit dem Reuenberg verbindet. Dass hier eine große Kanalbaumaßnahme plus Verlegung des Bachs geplant ist, löste in der Bezirksvertretung Diskussionen aus.

Foto: Socrates Tassos

Essen-Borbeck.   Denn davon sei bisher nicht die Rede gewesen. Nun soll Klarheit im Rahmen eines Ortstermins geschaffen werden. Ärger auch über defekten Aufzug

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Neue Pläne zum Umbau des Barchembachs in Frintrop, die Entwicklung an der Geschwister-Scholl-Realschule in Borbeck, aber auch der defekte Aufzug im Jobcenter an der Gerichtsstraße beschäftigte jetzt die Bezirksvertretung IV.

Der Umbau des Barchembachs zwischen Dellwig und Frintrop bleibt ein Aufreger für die Bezirkspolitiker. Neuester Anlass: Die Stadtwerke möchten die Wege und das Gewässer im Bereich der Straße Stenkamps Busch verlegen. Die untere Naturschutzbehörde habe dazu bereits eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Diese Arbeiten sind für das zweite Halbjahr 2019 geplant. Zuvor möchten die Stadtwerke im Bereich Schnitter Weg/Stenkamps Busch einen Zwischenschacht errichten.

Gutachter in Häusern von Anwohnern

Von dieser Ankündigung zeigte sich besonders SPD-Sprecher Ulrich Schulte-Wieschen überrascht. Denn bisher sei von einer Verlegung des Baches sowie dem Bau einer Betriebsstraße in diesem ökologisch sensiblen Gebiet nicht die Rede gewesen. Auch nicht von Gutachtern, die die Anwohner besucht hätten. „Was passiert hier eigentlich?“, fragte er in die Runde. Um das zu klären, soll nun ein weiterer Ortstermin mit den Stadtwerken vereinbart werden. Dem stimmte auch die CDU zu, die allerdings weniger Probleme sieht.

Bürger müssen bis in den 5. Stock laufen

Ein „Dauerärgernis“ sei der defekte Aufzug im Jobcenter an der Gerichtsstraße, so die SPD. So werden die Bürger gezwungen, das Treppenhaus über fünf Etagen zu benutzen. Bereits im Juli hatte Helmut Kehlbreier auf diesen „unhaltbaren Zustand“ hingewiesen, doch offenbar konnte auch das Wort des Bezirksbürgermeisters den Hauseigentümer nicht dazu bringen, den Aufzug dauerhaft zu reparieren.

Realschule wird vierzügig

Die Erweiterung der Geschwister-Scholl-Realschule an der Hülsmannstraße auf vier Züge wird von der Bezirksvertretung geschlossen begrüßt. Fünf Klassenräume werden aktuell in Pavillons geschaffen, in einem Anbau folgen sechs Klassen- und mehrere Fachräume. Außerdem kann die Sporthalle – mit einjähriger Verzögerung – jetzt wieder genutzt werden. Angesichts der Schülerzahlen in den nächsten Jahren werde aber schon jetzt deutlich, so Thorsten Drewes (Grüne), dass die Realschule trotzdem „bald aus allen Nähten platzen“ werde.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben