Neubau

Baldeneysee: Endlich soll’s mehr öffentliche Toiletten geben

Auf der Baustelle beim Eisenbahner-Sportverein Essen-Kupferdreh: (v.li.) Klaus Bongartz, erster Vorsitzender, Thomas Hertel (stellvertretender Vorsitzender CDU Kupferdreh/Byfang) und CDU-Ratsherr Dirk Kalweit.

Auf der Baustelle beim Eisenbahner-Sportverein Essen-Kupferdreh: (v.li.) Klaus Bongartz, erster Vorsitzender, Thomas Hertel (stellvertretender Vorsitzender CDU Kupferdreh/Byfang) und CDU-Ratsherr Dirk Kalweit.

Foto: Ina Carolin Lisiewicz / FUNKE Foto Services

Essen-Kupferdreh.  Der Neubau beim Eisenbahner-Sportverein in Essen-Kupferdreh bedeutet auch öffentliche Toiletten am Baldeneysee. Daran besteht ein großes Defizit.

Als Osttor zum Baldeneysee bezeichnet mancher die Lage des Eisenbahner-Sportvereins am Kupferdreher Ufer gleich neben der früheren Eisenbahnbrücke. Dort entstehen gerade nicht nur neue Räume für den Sportverein, sondern auch drei öffentliche Toiletten, die rund um den See dringend fehlen. Auch einen Info-Kiosk und Übernachtungsmöglichkeiten soll es geben. Der Bau schreitet voran.

Begonnen hatte der Abriss im Mai des Vorjahres. Er war nötig geworden, da Bootshalle, Umkleiden und Duschen in die Jahre gekommen und völlig marode waren. Statt der 185 qm Fläche sollen nun 350 Quadratmeter auf zwei Ebenen entstehen. Nicht nur für die rund 300 Mitglieder des Eisenbahner-Sportvereins Essen-Kupferdreh (ESV-K), der sich in die Abteilungen Kanurennsport, Kanuwandern und Segelsport aufteilt.

Im zweiten Bauabschnitt entstehen neun Zimmer für Radtouristen

Denn im zweiten Bauabschnitt sollen im ersten Geschoss neun Zimmer mit 25 Betten für sportliche Übernachtung wie etwa von Radtouristen entstehen, sagt Klaus Bongartz (75). Der Metallbaumeister ist nicht nur der erste Vorsitzende des Vereins, zu dem er seit fast 40 Jahren gehört. Lange war er auch Regattaleiter in Essen und selbst erfolgreicher Kanufahrer, der etwa in den 1960er Jahren an der Deutschen Meisterschaft in Berlin teilnahm.

Nun kümmert er sich in seinem Verein vor allem um den Neubau, dessen Kosten sich beim ersten Bauabschnitt auf insgesamt 500.000 Euro belaufen. Dafür habe der Verein einen Kredit in Höhe von 200.000 Euro aufgenommen, 80.000 Euro kämen von den Essener Sport- und Bäderbetrieben, hinzu käme Eigenleistung, die sie dank so mancher Ingenieure und Oberbauleiter in ihren Reihen stemmen könnten.

Unterstützung gibt es von der Bezirksvertretung Ruhrhalbinsel

Einen Anteil trägt zudem die Bezirksvertretung Ruhrhalbinsel, in deren Namen CDU-Ratsherr Dirk Kalweit an diesem Morgen auf der Baustelle steht und vor allem auch dafür dankt, dass der Verein neben dem Info-Kiosk („hier kommen Touristen aus dem Essener Norden wie aus dem Bergischen an“) die öffentliche Toilette mit bedacht habe. „Da herrscht doch ein enormes Defizit rund um den Baldeneysee“, weiß nicht nur Kalweit. Nun wird es ein Damen-, Herren- und Behinderten-WC geben, deren Nutzung jeweils 50 Cent kosten soll.

Dann könnte sich auch die Situation verbessern, zu der immer wieder gehört, dass sich Spaziergänger in die Büsche schlagen. Kein schöner Anblick, lauten Klagen von Bürgern regelmäßig, wenn stellenweise zahlreiche hinterlassene Taschentücher auf die Notdurft hindeuten. Ein Thema, das beim Baldeneysee als Aushängeschild der Stadt und beliebtes Erholungsgebiet, immer wieder diskutiert wird.

In dem Kiosk neben den Toiletten werde es in Kooperation mit Essen Marketing Info-Flyer geben, kündigt Klaus Bongartz an. Die sollen Auskunft etwa zur Weißen Flotte, zur direkt benachbarten Hespertalbahn sowie den Radwegen geben. Der Pächter der Vereinsgastronomie habe bereits Interesse bekundet, auch den Kiosk übernehmen zu wollen. Läuft alles nach Plan, sollen Toiletten und Kiosk Mitte des kommenden Jahres geöffnet werden.

Innenausbau steht in den Wintermonaten an

Nun soll zunächst Anfang Oktober die Halle angeliefert und per Kran auf der dafür errichteten Betonplatte aufgestellt werden. „Dann geht es in den Wintermonaten an den Innenausbau“, sagt der Vorsitzende. In Eigenregie und mit Hilfe der Essener Arbeit-Beschäftigungsgesellschaft (EABG) sollen im Erdgeschoss die neue Bootshalle, ein Gymnastikraum, Umkleiden, Duschen und Toiletten für die Vereinsmitglieder entstehen. Wann dieser Bauabschnitt starte, das hänge von der Finanzierung ab.

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