Nahverkehr

Bahnverkehr: RB 33 wird ab 2020 Alternative zum RE 1

In  drei Jahren pendelt der neue Regionalzug der DB zwischen Aachen und Essen.

In drei Jahren pendelt der neue Regionalzug der DB zwischen Aachen und Essen.

Foto: DB

Essen.   In drei Jahren geht es mit dem RB 33 ohne Umstieg von Essen bis nach Aachen. Die Verbindung wird eine Alternative zum stark frequentierten RE 1.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Ab Ende 2020 verkehren stündlich nagelneue Züge zwischen Aachen und der Ruhr-Metropole. Die Regionalbahn RB 33 fährt derzeit ab Aachen über Mönchengladbach und Krefeld bis nach Duisburg. In drei Jahren wird diese Linie bis zum Essener Hauptbahnhof verlängert, mit Zwischenstopps in Mülheim-Styrum, Mülheim Hauptbahnhof und Essen West. Damit wird die RB 33 zur Alternative zum stark frequentierten RE 1, der von Aachen über Köln und Düsseldorf nach Essen fährt.

Vor kurzem erhielt die DB Regio vom Nahverkehr Rheinland (NVR) und dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) nach einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag für die neue RB 33-Linie mit einer Laufzeit bis Ende 2034. Grund für die Verlängerung nach Essen sei die „hohe Fahrgastnachfrage“, erklärt VRR-Sprecher Dino Niemann.

Neue Züge nach Essen sind schnell und leise

Neben dem Regionalexpress RE 42 (Mönchengladbach-Essen-Münster) entstehe damit „eine zweite direkte Verbindung“ aus dem Korridor Mönchengladbach/Krefeld in das zentrale Ruhrgebiet. „Darüber hinaus verstärkt der VRR durch diese Maßnahme die Nord-Süd-Verkehre“, betont Niemann.

Für die neue Zugverbindung nach Essen sowie für den RE 8 (Mönchengladbach-Koblenz) bestellte die DB zusammen 26 neue Züge. „Die Fahrzeuge haben mehr als eine dreistellige Millionensumme gekostet“, berichtet DB-Sprecher Dirk Pohlmann.

Bei den neuen Fahrzeugen handelt es sich um Elektrotriebzüge vom Typ Coradia Continental, die der Hersteller Alstom in seinem größten Werk in Salzgitter produziert und ab 2019 nach NRW ausliefert. Diese Regionalbahnen gelten laut Hersteller als besonders leise, haben eine „hohe Laufruhe“ und sind bis zu 160 Stundenkilometer schnell. In den Zügen sei genug Platz für Rollstühle, Fahrräder und Kinderwagen. Damit der Handy-Empfang besser funktioniert, werden Repeater (Verstärker) installiert. Monitore zeigen die aktuellen Fahrt- und Verbindungszeiten an.

Der VRR lobt die breiten Gänge und den stufenlosen Durchgang zwischen der ersten und letzten Tür des Zuges. Je nach Variante verfügen die Fahrzeuge über 152 (dreiteilig) oder 266 Sitzplätze (fünfteilig).

<<MODERNE ZÜGE FÜR DEN NAHVERKEHR

Martin Husmann, Vorstandssprecher beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, glaubt, dass mit den neuen Bahnen für die verlängerte RB 33-Linie nach Essen, langfristig ein „hohes Qualitätsniveau“ gesichert werde.

Für einen attraktiven Nahverkehr spielen, so Husmann „moderne Triebfahrzeuge eine wichtige Rolle.“ Dies sei auch im Wettbewerbsverfahren berücksichtigt worden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben