Bahnsperrung

Bahnsperrung: Diese Einschränkungen gibt es in Essen

Auch bei der aktuellen Bahnsperrung wird es wieder einen Schienenersatzverkehr ab Essen Hauptbahnhof geben (Archivbild).

Auch bei der aktuellen Bahnsperrung wird es wieder einen Schienenersatzverkehr ab Essen Hauptbahnhof geben (Archivbild).

Foto: Lars Heidrich / Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Essen.  Die Bahnstrecke zwischen Essen und Duisburg ist den Sommerferien komplett gesperrt. Was das für Essener, die die Bahn nutzen wollen, bedeutet.

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In den Sommerferien wird die Bahnstrecke zwischen Essen und Duisburg sechseinhalb Wochen lang komplett gesperrt. Für Essener, die mit der Bahn in andere Städte fahren wollen, bedeutet das: Umleitungen finden, Ersatzverkehr nutzen. Die Vollsperrung beginnt am Freitag, 12. Juli, um 23 Uhr.

Schnellbus und Ersatzbus nach Mülheim oder Duisburg

Wer von Essen nach Mülheim will, der kann den Ersatzbus nehmen. Die Busse fahren am Essener Hauptbahnhof ab. Die Erfahrung bei den vergangenen Vollsperrungen hat allerdings gezeigt: Gerade zu den Stoßzeiten im Berufsverkehr, besteht die Gefahr, dass die Busse im Stau auf der A40 stecken. Eine Alternative für die Fahrt zum Mülheimer Hauptbahnhof: die U18. Mit der U-Bahn dauert die Fahrt circa 20 Minuten.

Mit einem Schnellbus kann man zudem vom Essener Hauptbahnhof zum Duisburger Hauptbahnhof fahren. Diese Busse halten zwischendurch nur am Mülheimer Hauptbahnhof und verkehren laut Bahn im Zehn-Minuten-Takt. Zwischen 21 und 24 Uhr sind die Expressbusse im 15-Minuten-Takt unterwegs. Nachts fahren die Busse im 30-Minuten-Takt.

Laut Bahn sind insgesamt mehr als 50 Busse und rund 140 Fahrer in den Sommerferien im Einsatz. Ab Essen Hauptbahnhof gebe es stündlich mehr als zwölf Abfahrten, so die Bahn.

S1 weicht auf die Strecke im Essener Süden aus

Die S-Bahn-Strecke über Kettwig ist von der Sperrung nicht betroffen und bietet eine Ausweichmöglichkeit für Pendler, die in Richtung Düsseldorf müssen. Die S1 wird ab Essen Hauptbahnhof über diese Strecke umgeleitet. Die S6 verkehrt laut Bahn regulär. Das bedeutet: Läuft alles nach Plan, fahren die S-Bahnen im Zehn-Minuten-Takt auf der Strecke.

Die S3 fällt zwischen Essen und Oberhausen aus. Dafür sollen Ersatzbusse eingesetzt werden.

Regionalverkehr – diese Züge halten nicht am Essener Hauptbahnhof

Massive Einschränkungen gibt es natürlich auch im Regionalverkehr: Die Züge der Linie RE1 halten nicht am Essener Hauptbahnhof. RE2, RE6 und RE11 (RXX) fallen zwischen Essen Hauptbahnhof und Düsseldorf Hauptbahnhof komplett aus. Auch der RE42 wird umgeleitet.

Bahnhof Altenessen wird zu einem kleinen Drehkreuz

Der Bahnhof Altenessen wird während der Vollsperrung zu einer Art kleinem Drehkreuz für Essen. RE1 und RE42 halten dort ersatzweise. Die Züge bringen die Fahrgäste dann über Oberhausen nach Duisburg und anschließend weiter in Richtung Düsseldorf/Köln/Aachen (RE1) oder Krefeld/Mönchengladbach (RE42). In die andere Richtung geht es mit dem RE1 beispielsweise nach Gelsenkirchen oder Dortmund, sowie mit dem RE42 über Gelsenkirchen und Haltern am See Richtung Münster.

Vom Hauptbahnhof kommt man mit der U-Bahn (Linie U11 oder U17) nach Altenessen. Laut Bahn gibt es außerhalb der Betriebszeiten der U-Bahn einen Ersatzverkehr mit Bussen.

Welche Züge fahren noch am Essener Hauptbahnhof ab?

Ab dem Essener Hauptbahnhof fahren in Richtung Dortmund: S1, RE11 (RRX) und RE6. Zusätzlich verkehrt stündlich ein Pendelzug (RE11a) zwischen Essen Hauptbahnhof und Dortmund. Dieser Zug hält auch in Bochum und Wattenscheid.

Der RE2 fährt ab Essen Hauptbahnhof über Gelsenkirchen in Richtung Münster. Die S3 verkehrt nur in Richtung Hattingen.

Auch im Fernverkehr gibt es Einschränkungen

Auch viele Züge des Fernverkehr fahren Essen nicht an. Einige IC-Linien, wie beispielsweise die nach Hamburg werden über Gelsenkirchen umgeleitet.

Laut Bahn sind die Abweichungen in den Jahresfahrplan eingearbeitet, sodass sich Kunden schon bei der Buchung der Reise auf die Änderungen einstellen konnten.

Darum ist die Bahnstrecke in den Sommerferien gesperrt

Während der Sperrungen werden unter anderem 150.000 Meter neue Kabel, 129 neue Signale, 22 Kilometer Schienen, 13 neue Weichen und eine neue Brücke über den Ruhrkanal gebaut. Hinzu kommt noch ein fertiger Abschnitt für den RRX. Die Kosten: 40 Millionen Euro. „Wir wissen, dass wir den Reisenden mit Streckensperrungen viel zumuten“, sagte Ali Dogru, Leiter der Produktionsdurchführung Duisburg bei der DB Netz AG.

Eine von vielen Baumaßnahmen findet am Essener Hauptbahnhof statt: Es werden laut Bahn insgesamt neun Weichen eingebaut. Die Arbeiter müssen dafür rund 5000 Tonnen Schotter bewegen. Das entspricht circa 250 Lastwagen-Ladungen.

„Wir legen in dieser Sperrpause baulogistisch die Latte noch einmal höher“, erklärte Dogru. Von besonderer Bedeutung sei in diesem Sommer die zweite Ausbaustufe des Elektronischen Stellwerks Duisburg. Das soll 2021 in Betrieb genommen werden – und hat dann auch ganz konkrete Auswirkungen auf den Bahnverkehr in Essen. Denn das neue Stellwerk löst das alte und anfällige Stellwerk in Essen-West ab. Dort kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Ausfällen. Für die Fahrgäste bedeute dies ein „deutlich stabileres Netz“ und mehr Zuverlässigkeit, teilte die Deutsche Bahn mit.

Die Vollsperrung der Bahnstrecke zwischen Essen und Duisburg wird voraussichtlich bis Sonntag, 25. August, 22 Uhr andauern.

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