Baustelle in Huttrop

Bäume in Huttrop durch Baustelle beschädigt

Die Baustelle für die Steag-Fernwärme-Leitungen verläuft am Fahrbahnrand der Moltkestraße. Durch Baumaschinen sind dort Hitzeschäden entstanden.

Die Baustelle für die Steag-Fernwärme-Leitungen verläuft am Fahrbahnrand der Moltkestraße. Durch Baumaschinen sind dort Hitzeschäden entstanden.

Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Essen-Huttrop.  Die Steag verlegt Leitungen in der Moltkestraße. Durch Maschinen sind dort an Bäumen Hitzeschäden entstanden – die aber reversibel sein sollen.

Die Steag Fernwärme GmbH verlegt in der Moltkestraße einen Anschluss für einen Neukunden. Dafür müssen Bereiche am Fahrbahnrand aufgerissen werden. Das sorgt nicht nur für Verkehrsbehinderungen, sondern hat offenbar auch zu Baumschäden geführt. Baumaschinen haben Bäume und Büsche am Straßenrand durch Hitze beschädigt.

Laut Florian Adamek, Sprecher der Steag, schließt das Unternehmen das Herzzentrum neben dem Elisabeth-Krankenhaus als neuen Kunden an das Fernwärmenetz an. Die Arbeiten haben Anfang Juni begonnen und sollen nach aktueller Planung im November 2019 beendet sein. Sie finden laut Florian Adamek auf der Moltkestraße zwischen Schinkelstraße und Herwarthstraße statt. Es werde nicht gleichzeitig auf der kompletten Strecke gearbeitet, sondern abschnittweise. Insgesamt gehe es um ein Stück von rund 700 Metern.

Straße wird nach den Arbeiten wieder in den Ursprungszustand versetzt

Bei den Tiefbauarbeiten würden zwei Rohre mit unterschiedlichem Durchmesser für den Vor- und Rücklauf in der erforderlichen Tiefe fachmännisch in die Erde gebracht. „Wir verlegen die Leitungen bis ans Haus. Anschließend wird die Straße wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt“, so Adamek. Man schalte grundsätzlich bei solchen Baustellen die betroffenen Behörden sowie einen Baumsachverständigen ein, wenn Bäume an der Strecke betroffen seien und möglicherweise geschützt werden müssten. In diesem Fall seien es acht bis zehn Bäume.

An der Moltkestraße ist die Vegetation in einer Höhe von etwa 2,50 Metern durch eine Fräsmaschine beschädigt worden. Nicht nur Stämme und Blattwerk, auch Efeupflanzen, die Stämme umrankten, wurden dabei offenbar angesengt.

Baumsachverständiger begleitet die Baumaßnahme der Steag

In Sachen Baumbeschädigung verweist die Steag auf die Stellungnahme des Baumsachverständigen Thomas Hübscher, der die Baumaßnahme im Auftrag der Steag begleitet. In seiner Stellungnahme mache er deutlich, dass die entstandenen Hitzeschäden durch den Abgasstrom der Baugeräte, insbesondere der Fräse, die sich sehr langsam bewege, entstanden seien. In der Regel würden sich die Bäume regenerieren. Falls kein Neuaustrieb erfolge, würden die Äste durch die Steag zurückgeschnitten.

Mitte Mai habe es eine Baustellenbegehung mit Vertretern der entsprechenden Stadtämter, Grün und Gruga und der Feuerwehr gegeben. Dabei sei der Steag mitgeteilt worden, dass es sich im Bereich Herwarth- und Moltkestraße zwischen Huttropstraße und Ruhrallee um geschützte Alleen handele und daher der Trassenverlauf für die Arbeiten entsprechend zu ändern sei.

Unter dem Asphalt würden sich meist nur Feinwurzeln befinden

Auch die Wurzeln der Bäume sind Thema: Unter einer vollständig versiegelten Fahrbahn befänden sich nur sehr selten Wurzeln, vor allem bei Linden, so der Baumsachverständige. Es gebe dort allenfalls minimale Feinwurzeln, deren Verlust weder die Versorgung noch die Standsicherheit der Bäume beeinträchtigen würde.

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