Fotografiken

Ausstellung mit Fotografiken in Halle 12 auf Zollverein

Fotografiken des Mülheimer Künstlers Peter Gornig sind derzeit in der Arka Kulturwerkstatt auf dem Gelände des Weltkulturerbes Zollverein unter dem Titel „half the truth“ zu sehen.

Fotografiken des Mülheimer Künstlers Peter Gornig sind derzeit in der Arka Kulturwerkstatt auf dem Gelände des Weltkulturerbes Zollverein unter dem Titel „half the truth“ zu sehen.

Foto: Peter Gornig

Essen.   Peter Gornig stellt in der Arka Kulturwerkstatt Architektur- und Landschaftsfotografiken aus. Warum das Ganze „half the truth“ betitelt ist.

Der Titel „half the truth“ ist Programm: Die Bilder von Peter Gornig zeigen in der Tat nur die halbe Wahrheit. Der Mülheimer Künstler und Folkwangabsolvent ist Mitglied des Werkkreises bildender Künstler (WbK) in Essen und arbeitet an der Schnittstelle von fotografischer Realität und computeranimierter Fiktion. Auf diese Weise entstehen Architektur- und Landschaftsfotografiken. Aktuelle Arbeiten sind jetzt in der Kulturwerkstatt Arka auf dem Gelände des Weltkulturerbes Zollverein zu sehen.

Seit 2014 beschäftigt sich Gornig – im Wechsel mit Malerei und Zeichnung – mit digitaler Architektur- und Landschaftsfotografie, die er computerunterstützt bearbeitet. „Mit dem Blick des Malers auf die Fotografie ist es mein Ziel, einen eigenständigen Beitrag mit einer heutigen Bildsprache zu diesen klassischen Themen zu leisten“, beschreibt er sein Ziel. Dabei entstehen Stadtlandschaften und Naturlandschaften. Die Konstruktion von Gebäuden und der bebaute Raum stehen dabei im Mittelpunkt.

Es geht dem Künstler um ungewöhnliche Einblicke und Durchblicke, aber auch um das Gegenteil; deren Verhinderung. Es geht um die Spannung, die aus dem Spiel zwischen Nähe und Unschärfe im Vordergrund und der Tiefe und Details im Raum entsteht.

Der Mensch ist abwesend

Jenseits dieser gestalterischen Aspekte widmet sich Gornig aber auch dem Menschen. Die Bilder werfen gerade durch dessen Abwesenheit die Frage auf, wie er wohl lebt und sich behauptet in dieser von ihm geschaffenen urbanen Welt.

Etwas anders verhält es sich mit den Landschaften. Auch hier fehlt der Mensch, aber es sind entrückte, surreal anmutende Szenerien. Berglandschaften, Parks, die in ein unbestimmtes Licht getaucht sind. Motive, ohne Wetter, wolkenlos, ohne Sonne. Stattdessen mit einem tiefblauen Himmel, der durch seinen Verlauf unendliche Tiefe suggeriert.

Motive werden am Rechner verfremdet

Es entsteht die Frage nach der Authentizität der Motive. Tatsächlich handelt es sich um digitale Aufnahmen aus dem Internet, deren Verfremdung durch einen technischen Eingriff in den Bildaufbau am Rechner erreicht wird.

Die Ausstellung ist auf Zollverein in Halle 12 (Gelsenkirchener Straße 181) bis zum 6. April immer Donnerstag, Samstag und Sonntag von 14 bis 16 Uhr, Freitag von 11 bis 13 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Nähere Infos auf www.arka-kulturwerkstatt.de.

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