Sicherheit

Auflagen: Terrorsperren für den Kettwiger Karnevalszug

An dieser großen Kreuzung in Kettwig sollen beladene Lkw als Terrorsperren platziert werden.

Foto: Reiner Worm

An dieser großen Kreuzung in Kettwig sollen beladene Lkw als Terrorsperren platziert werden. Foto: Reiner Worm

Essen-Kettwig.   Für die „Kettwiger Jecken“ ist die Organisation des Karnevalszugs eh schon eine teure Angelegenheit. Und jetzt könnten weitere Kosten entstehen.

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Auch nach der Sicherheitsbesprechung bei der Stadt ist Dirk Bonkhoff noch ganz entspannt. „Es gab keine Forderungen, die uns vom Stuhl gehauen haben“, sagt der Vorsitzende des Vereins „Kettwiger Jecken“, der auch 2018 wieder den großen Kettwiger Karnevalszug organisieren wird.

Allerdings kommen neue Auflagen hinzu, die dem Verein nicht nur einiges an zusätzlicher Organisation bescheren, sondern auch die Kosten in die Höhe treiben werden. Dirk Bonkhoff: „Wir werden wahrscheinlich im Bereich der Kreuzung Ring-, Haupt-, Ruhrtal- und Graf-Zeppelin-Straße für drei Terrorsperren sorgen müssen. Vielleicht kommen wir noch drumherum, aber das glaube ich nicht.“

Große Kreuzung soll geschützt werden

Vom Sammelpunkt, dem Edeka-Parkplatz an der Güterstraße, ziehen Fußgruppen und Motivwagen auf die Ringstraße und biegen dann in die Hauptstraße ein. Geschützt werden soll die große Kreuzung.

In Kettwig müssten am 11. Februar, dem Karnevalssonntag, allerdings keine Betonquader aufgestellt werden, wie sie derzeit den Essener Weihnachtsmarkt vor eventuell in die Menschenmenge fahrende Lkw schützen sollen. „Bei uns reichen beladende 3,5 Tonner, die während der 20 Minuten, wenn wir um die Ecke ziehen, die Zufahrt versperren würden.“ Ob im Verlauf des Zugweges noch weitere Sperren notwendig sind, ist noch nicht geklärt.

Zusätzliche Kosten für den Verein

Dass die Sicherheit der Zugteilnehmer und der Narren am Straßenrand im Vordergrund steht, ist für Dirk Bonkhoff selbstverständlich, aber „wer kommt für die eventuellen zusätzlichen Kosten auf? Ich denke nicht, dass Terror- und Gefahrenabwehr zu den Aufgaben der Karnevalsvereine gehört.“

Dieses Thema will Dirk Bonkhoff auch höchst offiziell ansprechen, denn er ist nicht nur Vorsitzender der „Kettwiger Jecken“, sondern auch einer der Regionalpräsidenten im Bund Deutscher Karneval. „Ich werde mich direkt an OB Thomas Kufen wenden.“

Zugbesprechung am kommenden Montag

Doch vor der Klärung der Kostenfrage steht zuerst einmal die Zugbesprechung an. Und da setzen die Organisatoren auf viele närrische Bürger, die sich mit einer Fußgruppe oder einem Motivwagen an der Veranstaltung beteiligen, die übrigens immer nur alle zwei Jahre stattfindet. Gesucht werden auch noch Helfer, die zum Beispiel als sogenannte „Radengel“ neben den Wagen herlaufen. Alle Infos zum Verein und auch das Mitgliedsformular gibt es auf der Homepage unter kettwiger-jecken.de.

Zur Zugbesprechung lädt der Verein „Kettwiger Jecken“ am kommenden Montag, 4. Dezember , in die Gaststätte „Arne im Deutschen Haus“ ein (Corneliusstraße 55 in Kettwig). Beginn ist um 19.30 Uhr.

Ob mit Fußgruppe oder Motivwagen, Freundeskreis oder Sportverein – jeder, der mitmachen will, ist willkommen.

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