Rund um den See

Auf den „Baldeneysee-Manager“ wartet noch viel Arbeit

Franz-Josef Ewers ist Geschäftsführer der Weißen Flotte Baldeney und seit einem Jahr „Kümmerer“ am Baldeneysee.

Franz-Josef Ewers ist Geschäftsführer der Weißen Flotte Baldeney und seit einem Jahr „Kümmerer“ am Baldeneysee.

Foto: André Hirtz

Seit einem Jahr ist Franz-Josef Ewers im Auftrag der Stadt „der Kümmerer“ am Baldeneysee. Seine persönliche Bilanz fällt noch durchwachsen aus.

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Seit einem Jahr darf sich Franz-Josef Ewers Baldeneysee-Manager nennen. Er selbst versteht sich eher als Kümmerer. Als der Rat der Stadt den Geschäftsführer der Weißen Flotte mit seiner neuen Aufgabe betraute, äußerte Ewers sich wie folgt: „Ich trete nicht an und sage, ich weiß alles besser, ich weiß, wie es geht.“ Jede Menge Ideen brachte der heute 61-Jährige gleichwohl mit. Nicht alles habe er umsetzen können, bedauert Ewers. Ob er zufrieden sei? „Nein, bin ich nicht.“ Eine Bilanz:

Haus Scheppen

Der Treff an Haus Scheppen am Hardenbergufer hat seinen eigenen, etwas unaufgeräumten Charme. Unter Motorradfahrern ist Haus Scheppen seit Jahrzehnten eine der Adressen in der Region. Seit der Eröffnung des Baldeneysteigs im Jahr der Grünen Hauptstadt finden sich auch immer mehr Wanderfreunde ein, an Wochenenden herrscht vor dem Tor des mittelalterlichen Gemäuers von Haus Scheppen ein Kommen und Gehen. Um Besuchern den Aufenthalt angenehmer zu machen, wurden am Seeufer neue Bänke aufgestellt und neue Abfalleimer angebracht. Ein Deckel verhindert, dass Krähen und andere Vögel Essensreste und Pommes-schalen aus den Behältern fischen.

„Wir wollen niemanden verdrängen“

Wo der Uferweg aus Richtung Kupferdreh auf die Zufahrt trifft, hat der RVR einen kleinen Platz mit Sitzgelegenheiten geschaffen. Die für Radfahrer bislang gefährliche Einmündung ist nun besser einzusehen. „Auch der Parkplatz vor Haus Scheppen ist sanierungsbedürftig“, weiß Ewers. Zumindest aufgeräumter soll es dort aussehen.

Auch das „Leitsystem“ am Anleger der Weißen Flotte lässt weiter auf sich warten. Für das laufende Jahr steht es ganz oben auf der Agenda. Ein Pavillon als Wiedererkennungszeichen wie er in Heisingen und am Seaside Beach steht, soll auch am Anleger an Scheppen aufgestellt werden.

Parkplätze

Das Parken rund um Haus Scheppen ist ein Problem. „An schönen Tagen herrscht Chaos“, räumt Ewers ein. Halteverbotsschilder am Hardenbergufer werden konsequent ignoriert. Auch Autofahrer suchen nach einem Stellplatz in der ersten Reihe. „Vielleicht wäre es hilfreich, auf den Parkplätzen oberhalb von Haus Scheppen zusätzliche Stellplätze für Motorräder auszuweisen“, sagt Ewers. Wohl wissend, dass sehen und gesehen werden für Biker dazu gehört. „Wir wollen niemanden verdrängen“, sagt Ewers. Aber das Ordnungsamt wird wohl öfter vorbei schauen müssen.

Toiletten

„Es wird nicht alle 300 Meter eine Toilette geben“, hatte der See-Manager bei seinem Amtsantritt gesagt. Eine öffentliche Toilette ist hinzugekommen, am Seaside Beach, wo die Weiße Flotte im vergangenen Jahr einen neuen Anleger gebaut hat. Der heißt übrigens jetzt „Strandbad“. Ewers hatte gehofft, Gastronomen rund um den See dafür zu gewinnen, dass sie ihre Toiletten gegen Gebühr jedermann öffnen. „Es gab leider jede Menge Pächterwechsel“, berichtet Ewers. Auch das Thema Toiletten steht also noch auf seiner To-Do-Liste.

Die Hafenmole

Die Mole am Eingang zum Hafen der Weißen Flotte wurde schon vor Jahren so hergerichtet, dass es sich dort gut aushalten ließe. Nun habe der Ruhrverband, der den Hafen ebenfalls nutzt, zugestimmt, dass die Landzunge immerhin ab Ende April an fünf Wochenenden in der Saison für Besucher geöffnet werden darf, berichtet Ewers. Die Weiße Flotte werde dann Kaffee und Kuchen anbieten. Wann, hänge vom Wetter ab.

WLAN am See

Ewers spricht von einem Quantensprung. Was er damit meint? Die Weiße Flotte, der Ruhrverband und auch das Regattahaus seien mittlerweile ans Glasfasernetz angeschlossen. Leerrohre des Ruhrverbandes konnten für das Verlegen der Leitungen genutzt werden. Der nächste Schritt, so Ewers: ein WLAN-Netz am See. „Das kann relativ schnell gehen.“

Die Tribüne

Die Tribüne am Regattahaus entpuppt sich dagegen als ein Langzeitprojekt. Noch stehe nicht fest, ob es auf eine Sanierung hinausläuft oder auf einen Neubau. In diesem Jahr, so hofft Ewers, sollte diese Frage geklärt werden.

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