Asbestschutt

Asbest auf Schul-Baustelle: Schutt soll bald entsorgt werden

Der Asbestschutt wird unter Planen gelagert. Diese werden von Sandsäcken beschwert.

Der Asbestschutt wird unter Planen gelagert. Diese werden von Sandsäcken beschwert.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Essen-Schonnebeck.  Der Asbestschutt auf dem Gelände der Gustav-Heinemann-Gesamtschule soll verschwinden. Die Stadt Essen plant eine neue Informationsveranstaltung.

Es ist eine scheinbar unendliche Geschichte, die nun wohl doch zu einem Ende kommt: Der Neubau der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Schonnebeck läuft wieder in geregelte(re)n Bahnen. Seit letztem Jahr hatte die Stadt immer wieder asbesthaltiges Material im Boden gefunden. Insgesamt drei Mal musste das Rathaus die Menge nach oben korrigieren. Nach letztem Stand sind es 26.000 Tonnen Asbestschutt, die weggeschafft werden müssen.

Schon mehrfach hat die Stadt Infoabende für Anwohner abgehalten, Konzepte vorgestellt, um Verständnis gebeten. Auch die geplante Eröffnung zum Schuljahr 2020/2021 musste nach hinten verschoben werden. Bereits Ende Mai hatte der Rat eine weitere Baukostenerhöhung genehmigen müssen. Insgesamt 15 Millionen Euro muss sich die Stadt den vermehrten Schadstofffund kosten lassen, da die immens hohen Mengen an Bauschutt kosten- und zeitintensiv entsorgt werden müssen. Die Gesamtkosten für den Neubau der Schule an den Schonnebeckhöfen stiegen dadurch von rund 49 Millionen auf fast 64 Millionen Euro. Schon damals hatte die Stadt die Entsorgungsleistung ausgeschrieben.

Im Spätsommer soll der Asbestschutt entsorgt werden

Mittlerweile gibt es auch gute Neuigkeiten vom Baugelände. Wie die Zuständigen nun bekannt gegeben haben, ist die Ausschreibung erfolgreich abgeschlossen worden. Insgesamt seien bei der Stadt acht Angebote eingegangen. Diese müssten nun geprüft werden. Die Fachfirma, die den Zuschlag bekommt, erstellt ein Konzept und sucht sich eine Deponie aus, bei der der Schutt entsorgt wird.

Schon im Spätsommer soll das Vorhaben in die Tat umgesetzt werden; die vorbereitenden Arbeiten dafür laufen bereits seit Juni. Dazu gehören unter anderem der Bau eines Stauraumkanals zur Entwässerung des Neubaus sowie die Einrichtung einer provisorischen Straße, die die Parkplätze und die Feuerwehrzufahrt im Süden der Baustelle anbindet.

Die Arbeiten am Hochbau kommen gut voran

Die Arbeiten am Hochbau der Schule kommen laut Aussage der Stadt sehr gut voran. So seien die Klinkerfassade, die Fenster sowie die Dachflächen der Gebäude bereits größtenteils fertiggestellt. Auch der Innenausbau würde Formen annehmen. Das asbesthaltige Material wird noch immer unter Planen auf dem Gelände gelagert. Diese sind mit Sandsäcken beschwert, damit starke Winde keine Schadstoffe weitertragen können.

Die Stadt möchte den Bürgerinnen und Bürgern im Herbst weitere Ergebnisse präsentieren. Am Dienstag, 1. Oktober, laden die Verantwortlichen deshalb zu nächsten Bürgerinformationsveranstaltung ein. Dort bekommen Interessierte die Möglichkeit, sich zu informieren und Fragen rund um den Hochbau der Gustav-Heinemann-Gesamtschule zu stellen. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr, der Treffpunkt ist an den Baucontainern an der Baustelleneinfahrt.

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