Essen. Die Grubenholzuhr mit dem Logo der Welterbe-Zeche ist exklusiv im Online-Shop dieser Zeitung und im Leserladen in Essen erhältlich

Zollverein mit dem markanten Doppelbock ist zum Symbol des Ruhrgebiets geworden. Nach der Essener Welterbe-Zeche ist jetzt auch eine Armbanduhr benannt: die Grubenholzuhr „Welterbe Zollverein“ Schacht XII. Exklusiv angeboten wird der Zeitmesser im Leserladen der Funkemedien-Gruppe und im Online WAZ Shop.

Schon seit Monaten sind sie auf Zollverein damit beschäftigt, den mehr als 1000 Meter tiefen Zentralschacht zu verfüllen. Bevor der Deckel endgültig auf den Schacht gelegt wird, hat sich Funke-Marketing-Mann Klaus Stamm rechtzeitig eine montane Kostbarkeit gesichert: einen massiven Holzblock aus einer alten Spurlatte, an der die Körbe fast 90 Jahre lang in die Tiefe sausten. Obwohl nur 1,60 Meter lang und 30 mal 30 Zentimeter im Querschnitt wog der hölzerne Kaventsmann mehr als fünf Zentner.

„Wir haben den Block in fünf Teile zersägt und dann zur Verarbeitung nach Österreich geschickt“, berichtet Stamm, der für das Sortiment im WAZ Shop verantwortlich ist. Seinen Auftrag hat er so formuliert: „Etwas Regionales soll es sein, dazu von hoher Qualität und exklusiv für unsere Leser.“

Uhren-Manufaktur aus Österreich ist spezialisiert auf Zeitmesser aus Barrique-Holz

 Ein Teil der Spurlatte von Schacht XII: So sah der Rohling aus, aus dem die Grubenholzuhr gefertigt wurde.
 Ein Teil der Spurlatte von Schacht XII: So sah der Rohling aus, aus dem die Grubenholzuhr gefertigt wurde. © WAZ

Eine Manufaktur in der Alpenrepublik, das auf Uhren aus Barrique-Holz spezialisierte Familienunternehmen Waidzeit, hat den schweren hölzernen Rohling aus Essen nach den Vorgaben des Marketing-Experten in Handarbeit und mit Liebe zum Detail veredelt. Das exotische Bongossi-Holz, auch unter dem Sammelbegriff „Red Ironwood“ (Eisenholz) bekannt, zeichnet sich durch seine besondere Härte aus. Und mit einer Dichte von 950 Kilogramm pro Kubikmeter ist es fast schwerer als Wasser.

Für Exklusivität sorgt allein schon die geringe Stückzahl. Die schicke Grubenholzuhr mit unaufdringlichem Kumpel-Charme ist limitiert auf lediglich 500 Exemplare. Jede Uhr ist einzeln auf dem Uhrengehäuse nummeriert, das Echtheitszertifikat befindet sich auf der Rückseite eines beigefügten Stahlplättchens.

Schwarz wie das Grubengold präsentiert sich das Zifferblatt mit Datumsanzeige, von dem sich die rotbraunen, illuminierenden Minuten- und Stundenzeiger ebenso absetzen wie die weißen Ziffern von 1 bis 12 - mittendrin der Markenbegriff „Zollverein“ mit dem urheberrechtlich geschützten Zollverein-Doppelbock-Symbol von Schacht XII. Das Wahrzeichen schmückt übrigens nicht nur das Ziffernblatt, sondern als Gravur auch die Edelstahlkrone. Das in Zollverein-Grubenholz eingefasste Edelstahlgehäuse, in dem ein japanisches Miyote Uhrwerk tickt, hat einen Durchmesser von 40 Millimetern.

Jeweils zehn Euro des Verkaufserlöses kommen den „Freunden Zollverein“ zugute

Bei der Spurlatte von Zollverein handelt es sich um das exotische Bongossi-Holz, auch unter dem Sammelbegriff „Red Ironwood“ (Eisenholz) bekannt. Es zeichnet sich durch seine besondere Härte aus.
Bei der Spurlatte von Zollverein handelt es sich um das exotische Bongossi-Holz, auch unter dem Sammelbegriff „Red Ironwood“ (Eisenholz) bekannt. Es zeichnet sich durch seine besondere Härte aus. © WAZ

Grubenholz aus der Spurlatte haben die „Waidwerker“ ebenfalls im schmalen Uhren-Armband verarbeitet, das durch dezent geschwärzten Edelstahl verstärkt wird. Wer die Abwechslung liebt, kann die Uhr von Zeit zu Zeit auch mit dem mitgelieferten dunkelbraunen Lederarmband tragen. Die kompakte Zollverein-Uhr ruht in einer schwarzen Geschenk-Schatulle auf einem weichen Kissen. Der Preis für das Ganze: 299 Euro. Wer es etwas günstiger mag: Das Grubenholzarmband - 19,5 Zentimeter lang, 10 Millimeter breit – gibt’s für 89 Euro.

Die Verantwortlichen auf Zollverein sind zufrieden mit dem Ergebnis. „Die Uhren auf Zollverein stehen nie still“, sagt Prof. Hans-Peter Noll, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein. „Die Uhr aus Grubenholz ist ein weiterer Beweis für unsere Wandlungsfähigkeit in höchster Qualität - wie es sich für ein Unesco-Welterbe gehört.“

Wer die Grubenholzuhr erwirbt, zum Beispiel als Geschenk für einen lieben Menschen, macht nebenbei auch die „Freunde Zollvereins“ glücklich. Denn von jeder verkauften Uhr gehen zehn Euro des Verkaufserlöses an die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stiftung Zollverein. Der Förderverein hat bislang mehr als 315 Projekte mit mehr als 1,5 Millionen Euro unterstützt, überwiegend im kulturellen Bereich und in der Stadtteilarbeit.

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