Essen. Aalto-Startup: Essener Oper gastiert mit einem Festival in der Kreuzeskirche. Zwischen Rockband und Opernsängern haben auch Rapper ihren Auftritt

Das Aalto-Musiktheater geht neue Wege - und hat mit der Kreuzeskirche ein neues Anlaufziel gefunden. Vom 6. bis 9. Dezember gastiert das Essener Musiktheater mit seiner Reihe „Aalto.StartUp“ erstmals im Kirchenraum am Weberplatz. Gesang, Tanz und Beatboxing ist an den vier Tagen ebenso zu erleben wie eine Performance und ein Jazz-Konzert.

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Neues ausprobieren, gewohnte Abläufe infrage stellen, innovative Erzählformen entwickeln: Mit dem vom Land NRW geförderten „Neue Wege“-Projekt kann sich das Essener Musiktheater seit der vergangenen Spielzeit auch „außer Haus“ präsentieren und das Publikum an ungewöhnlichen Orten abholen und beteiligen. Im Juni hat Aalto. StartUp“ bereits am Kopstadtplatz für etliche neugierige Besucher gesorgt, die vom vielerlei der Klänge angezogen wurden: dem musikalisch mitreißenden Zusammenspiel von Folkwang Kammerorchester und Rockband, dem wirkungsvollen Aufeinandertreffen von Opern-Arien und „Queen“-Songs, ergänzt von Spitzentanz und Beatboxing-Einlagen.

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Auf das ehemalige Schossau-Haus am Kopstadtplatz folgt nun die Kreuzeskirche am Weberplatz als besonderer Spielort, um Musiktheater aus einer neuen Perspektive wahrzunehmen. Vom 6. bis 9. Dezember kann das Publikum in fünf unterschiedlichen Formaten dabei sein, wenn ein klassisches Orchester auf eine Rockband trifft, Opern- und Musicalsänger den Kirchenraum zusammen mit DJs und Rappern bevölkern.

„Tatort Ehe“ in der Kreuzeskirche

Ihre gemeinsame musiktheatrale Reise „Klang.Sucht.Oper“ sorgte bereits bei ihrer Premiere in der vergangenen Spielzeit am Kopstadtplatz für spannende Einblicke und ist jetzt noch dreimal in der Kreuzeskirche zu sehen: Am Mittwoch, 6. Dezember, um 17 und 19 Uhr sowie am Samstag, 9. Dezember, um 12 Uhr.

Eine „Spoken Word Show“ präsentiert der Verein WestStadtStory am Donnerstag, 7. Dezember, um 18.30 Uhr. Die Ergebnisse werden zuvor in einem Workshop erarbeitet. Einen Tag später steht dann die neueste Kreation der von Aalto-Künstlerin Marie-Helen Joël initiierten Reihe „AaltoMobil“ auf dem Programm: „Tatort Ehe - Clara und Robert Schumann“ heißt es am Freitag, 8. Dezember, um 12 Uhr.

Geschichte über Werwölfe und Kannibalismus zu Schubert-Musik

Wie Opernarien im Jazz-Stil klingen, erfährt man am 8. Dezember um 16.30 Uhr mit der Formation „Opera meets Jazz“, unter anderem mit der Aalto-Sopranistin Christina Clark. Und auch der Abschluss des Festivals hält noch einmal eine außergewöhnliche Begegnung bereit: Unter dem Titel „ Und ich grolle doch - eine (un)romantische Werwolfsgeschichte“ trifft Musik von Franz Schubert bis Wolfgang Rihm auf eine Geschichte über Werwölfe und Kannibalismus.

Festival-Tickets (20 Euro) sind nur im Vorverkauf erhältlich (Ticket-Center der TUP, II. Hagen 2) und nicht online buchbar. Einzeltickets gibt es auch unter Tel. 8122-200 und www.theater-essen.de