Essen. Was passiert mit dem Schriftzug auf dem Handelshof? In einem Voting hatten die Essener vier Auswahlmöglichkeiten. Was dabei herauskam.

Es hat sich angedeutet – jetzt ist es tatsächlich so gekommen: Die Essener haben sich in einem Online-Voting der Stadtverwaltung mit großer Mehrheit für keinen der drei vorgeschlagenen Handelshof-Slogans ausgesprochen. 63 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die vierte Option gewählt und für „keinen der Vorschläge“ votiert. Die insgesamt 24.508 Stimmen verteilen sich auf die drei Vorschläge folgendermaßen:

  • Essen – Die Folkwangstadt: 17 Prozent
  • Essen – Willkommen: 14 Prozent
  • Essen – volle Energie: 6 Prozent

Rund eine Woche lang konnten Essenerinnen und Essener online über die Ideen abstimmen. Welcher Schriftzug soll künftig auf dem historischen Handelshof am Tor zur Innenstadt stehen? Das Voting, das die Frage beantworten sollte, lief bis Sonntag, 23.59 Uhr. Am Montagnachmittag wurde das Ergebnis verkündet. Einer Antwort ist man trotzdem nicht näher gekommen. „Die Verwaltung wird nun in der Ratssitzung einen Vorschlag zum weiteren Vorgehen machen“, teilt Stadtsprecherin Silke Lenz mit. Eigentlich, so der ursprüngliche Plan, sollte in der Sitzung am Mittwoch (29.11.) der Rat der Stadt nur noch formal über die Entscheidung abstimmen. Daraus wird nichts.

Handelshof in Essen: Viele sind in der Stadt von Vorschlägen nicht überzeugt

Schon während der laufenden Umfrage hatte ein Probe-Voting unserer Redaktion offenbart, dass viele Menschen mit den zur Auswahl stehenden Vorschlägen fremdeln. Mehr als die Hälfte der Nutzerinnen und Nutzer sprach sich in unserem Internetportal für keine der Ideen aus und machte bis Donnerstagmittag (23.11.) von der Option „Keinen der Vorschläge“ Gebrauch (58 Prozent). Die Skepsis vieler war in den vergangenen Tagen auch in den Kommentarspalten in den Sozialen Netzwerken – aber auch in zahlreichen Zuschriften an unsere Redaktion – deutlich zu spüren.

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Viele kritisierten die drei von der Stadtverwaltung zur Abstimmung gestellten Vorschläge als wenig originell – und das, obwohl bei deren Auswahl sogar ein professioneller Texter beteiligt gewesen war. Befürchtungen, der Auswahlprozess habe der Stadt Zehntausende Euros gekostet, räumte die Stadt auf Anfrage unserer Redaktion aus der Welt. Der Prozess seit dem Frühjahr dieses Jahres, samt Jury-Treffen und die Beauftragung der Werbeagentur, habe rund 3000 Euro gekostet, hieß es aus dem Rathaus.

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