Essen. Am Weihnachtsmarkt tummelt sich die Dealerszene, die neuerdings gewalttätiger wird. Veranstalter EMG und die Händler fordern mehr Sicherheit.

Das Handy-Video ist krass, wer es erstellte, ging durchaus ins Risiko: Zwei größere Männergruppen gehen am Schnittpunkt Kettwiger Straße und der Marktkirche aufeinander los, in einer schwer identifizierbaren Sprache fallen laute, böse klingende Worte, schließlich fliegen Fäuste und Gegenstände durch die Luft. Eine Seite weicht schließlich zurück und flüchtet. Offensichtlich gibt es neuerdings nächtliche Drogen-Revierkämpfe in der Essener Innenstadt, und obwohl der Weihnachtsmarkt zu diesem Zeitpunkt schon geschlossen ist, macht sich Richard Röhrhoff, Geschäftsführer des Veranstalters Essen Marketing GmbH, große Sorgen: „So kann es nicht mehr weiter gehen.“ Die Drogenszene werde immer größer, agiere immer dreister und drohe Erfolge wie den gerade gut gestarteten Weihnachtsmarkt zu überlagern.