Essen-Südviertel. Beim Wintermarkt im Südviertel gibt es Foodtrucks von lokalen Gastronomen und handgefertige Produkte. Was in diesem Jahr geplant ist.

Als einer der ersten stadtweit startet der Wintermarkt im Essener Südviertel Mitte November. Von Freitag bis Sonntag, 17. bis 19. November, präsentieren lokale Händlerinnen und Händler ihre Produkte entlang der Witteringstraße (zwischen Brunnenstraße und Ernastraße). Außerdem bieten Gastronomen verschiedene Speisen und Getränke an. Veranstaltet wird der Wintermarkt von der Interessengemeinschaft Kaufhaus Süd.

Diese Gewerbetreibenden und Gastronomen sind 2023 dabei: Feinerei, Märris Goldschmiede, Lausi Einfach Süß (Crêpes-Bude), Weinpalette, Bildwerkeins, Heuschmid-Kerzen, Toby’s Original German Bratwurst, Imkerei Nitschke, Einbauküchen Menger, Feinkost Wendt, Bohnenkartell, Gärtnerei (vegane und vegetarische Speisen), Raschekränze, Evangelische Erlöserkirchengemeinde, Geschüttelt und Gerührt und Ruhr-Event (Bierwagen). In diesem Jahr bauen zudem zwei Anwohnerinnen jeweils einen Stand auf, an dem sie Schmuck und Gehäkeltes verkaufen.

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7000 bis 8000 Gäste beim Wintermarkt im Essener Südviertel

Wie im vergangenen Jahr fällt auch diesmal das Rahmenprogramm weitgehend aus. Wie Organisator Paul Walther vom Kaufhaus Süd erklärt, ist der Grund der gleiche wie 2022: Personalmangel. Viele Händler stünden allein an ihrem Stand oder hätten nur eine zweite Person, die sich in der Zeit um den Laden kümmere. Zusätzliche Aktionen könnten sie deshalb nicht stemmen. Ausnahme ist die Kerzenmanufaktur Heuschmied, an deren Stand Kinder Kerzen basteln können. Die Erlöserkirchengemeinde Holsterhausen stellt außerdem am Sonntag ein Glücksrad auf, dessen Erlös einem guten Zweck zugute kommen soll.

7000 bis 8000 Besucherinnen und Besucher zog der Wintermarkt im Südviertel nach Angaben des Veranstalters 2022 an. „Die Besucherzahlen wachsen stetig“, sagt Walther. Traditionell kämen viele Menschen aus dem Umkreis, die froh seien, keinen weiten Weg zum Weihnachtsmarkt zurücklegen zu müssen. Ein weiterer Grund sei vermutlich die Tatsache, dass außer dem Steeler Weihnachtsmarkt und dem großen Weihnachtsmarkt in der Innenstadt noch kein Budenzauber so früh beginne.

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Wintermarkt im Essener Südviertel: Sonntags kommen viele Familien

Anders als die großen Märkte findet der Wintermarkt nur an einem Wochenende statt. Hier liegt auch der Grund für die Namensgebung, die Paul Walther nach all den Jahren immer wieder erklären muss: „Der Wintermarkt heißt so, weil er nicht bis Weihnachten dauert.“ Das war schon immer so, trotzdem kämen Jahr für Jahr die gleichen Kommentare von Leuten, die meinten, man habe den Markt aus Rücksicht auf andere Religionen so genannt.

Öffnungszeiten von Freitag bis Sonntag

Der Wintermarkt im Essener Südviertel ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Freitag, 17. November, 16 bis 22 Uhr; Samstag, 18. November, 14 bis 22 Uhr; Sonntag, 19. November, 14 bis 20 Uhr.

Es gibt kleine Holzhütten, ein paar Foodtrucks und Plätze zum Verweilen.

In diesem Jahr rechnet das Kaufhaus Süd laut Walther mit mindestens genauso vielen Besucherinnen und Besuchern wie 2022, vielleicht kämen sogar noch mehr. Freitags steuerten viele den Wintermarkt an, um dort ein paar Getränke zu sich zu nehmen und dann beispielsweise nach Rüttenscheid weiterzuziehen. Am Samstag sei das Publikum gemischt, sonntags kämen Familien.

Organisatoren wollen auch wieder einen Sommermarkt im Südviertel veranstalten

Investitionen, beispielsweise in die Weihnachtsbeleuchtung, konnten laut Walther unter anderem durch Überschüsse aus dem in diesem Jahr erstmalig veranstalteten Sommerfest finanziert werden. Diese Überschüsse ermöglichten es außerdem Anwohnerinnen und Anwohnern durch eine geringere Standmiete, am Wintermarkt teilzunehmen und Selbstgebasteltes zu verkaufen.

„Wir haben viel positives Feedback bekommen, vor allem am Sonntag war es rappelvoll“, sagt Walther über die Veranstaltung im August. 2500 Menschen hätten den Anwohnertrödelmarkt übers Wochenende besucht. Deshalb wolle man das Fest unbedingt 2024 wieder veranstalten, habe aber bisher noch keine Genehmigung bekommen und wolle nun noch einmal in den Dialog mit der Verwaltung treten.

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