Essen. Rund 100 Einsatzkräfte bekämpften einen angenommenen Waldbrand in Burgaltendorf. An der Übung nahm auch ein Polizeihubschrauber teil.

Sie griffen zu Land und aus der Luft an: Rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Deutschen Lebensrettung Gesellschaft Essen und der Polizei haben sich am Wochenende zu einer Großübung im Essener Südosten eingefunden. Es galt, einen imaginären Waldbrand in Burgaltendorf mit vereinten Kräften zu löschen. Mit einem Hubschrauber war die Fliegerstaffel der Polizei NRW vor Ort.

„Anders als bei Übungen, bei denen es auf Geschwindigkeit ankommt, lag am Samstag der Schwerpunkt auf der Erprobung der von der Feuerwehr Essen angeschafften Technik zur Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung“, erklärte deren Sprecher Christoph Riße am Montag.

Über eine Distanz von vier Kilometern haben zwei sogenannte mobile Hochleistungswassersysteme die Versorgung aus der Ruhr von der Schwimmbrücke Dahlhausen bis zum Einsatzgebiet Deipenbecke/Laurastraße sichergestellt.

Auch Unimogs waren an der Großübung beteiligt.
Auch Unimogs waren an der Großübung beteiligt. © Justin Brosch

Es waren besondere fliegerische Fähigkeiten gefragt

Der Helikopter unterstützte die „Brandbekämpfung“ mit „Bambi Buckets“. Diese Behälter werden unter dem Hubschrauber befestigt und fassen rund 820 Liter. Für die Übung wurde neben der Löschwasserentnahme aus der Ruhr auch der Einsatz aus neu angeschafften Behältern mit einem Fassungsvermögen von 10.000 Litern erprobt. Ein solcher Einsatz erfordert besondere fliegerische Fähigkeiten, betonte Riße.

Verwendet wurden auch Kreisregner, die vergleichbar mit Bewässerungssystemen für die Landwirtschaft sind, sowie verschiedene neu angeschaffte Systeme zur Wasserabgabe im Wald wie zum Beispiel Löschrucksäcke. Auch die neu angeschafften Tanklöschfahrzeuge auf Unimogs, die bei den Freiwilligen Feuerwehren Essen-Werden und Essen-Kettwig stationiert sind, bewährten sich in unwegsamem Gelände.

Vor allem ehrenamtliche Kräfte waren im Einsatz

Der Chef der Feuerwehr Essen, Thomas Lembeck, war beeindruckt von der neuen Technik. Nach rund vier Stunden des vorrangig ehrenamtlichen Engagements der Einsatzkräfte lobte er die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen, die an dieser Übung beteiligt waren: die Freiwilligen Feuerwehren Essen Burgaltendorf, Byfang, Kettwig, Werden, die Freiwillige Feuerwehr Hattingen-Niederwenigern, die DLRG Bezirk Essen e.V. sowie der Wasserförderzug aus Euskirchen zusammen mit der Feuerwehr Mechernich. (j.m.)