Essen-Überruhr. Drogenhandel, Ruhestörung, und Randale: Bürger aus Essen-Überruhr beschwerten sich. Politiker reagierten, nun sind Jugendliche selbst gefragt.

  • Anwohner aus Überruhr-Holthausen beklagten massive Missstände in ihrem Viertel
  • Die Bürger beschwerten sich über Drogenverkauf, Ruhestörung und Schmierereien
  • Einzelhändler kritisierten den Mangel an Angeboten für Kinder und Jugendliche


Als Beschwerden aus Überruhr-Holthausen wegen Vandalismus, Ruhestörungen und Drogenhandel kamen, regierte auch die Politik. So rief die CDU den Runden Tisch „Zukunft der Jugend in Überruhr“ ins Leben. Jetzt sind die Jugendlichen selbst gefragt.

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„Gemeinsam mit über 20 Akteuren aus den demokratischer Parteien im Stadtteil, Jugendamt, Jugendhäuser, Jugendhilfe, Kirche, Bürgerschaft, Bahnhofspate, Polizeibeamte sowie Schulleiter der vier Überruhrer Schulen haben wir bereits eine Bestands- und Bedarfsanalyse gemacht, was den Jugendlichen vor Ort fehlt“, sagt Thomas Ziegler, Vorsitzender der CDU in Überruhr und örtlicher Ratsherr, zum Runden Tisch.

Ruhestörungen und brennende Abfallbehälter in Essen-Überruhr

Zuvor hatten Einzelhändler die fehlenden Angebote vor allem für jüngere Kinder angeführt, die dann selbst im Winter auf der Straße spielten. Leere Ladenlokale kamen ins Gespräch, um einen Treffpunkt zu schaffen. Es gab Forderungen, sich schon um die Kleinsten zu kümmern, damit die Probleme später nicht umso größer würden.

Zu weiteren Missständen zählte laut einiger Anwohner zudem der Drogenverkauf in den Ruhrwiesen. Andere beklagten regelmäßige Ruhestörung oder immer wieder brennende Abfallbehälter. Schließlich meldete die Polizei einen Überfall von Jugendlichen auf einen Altersgenossen.

Ein Ergebnis des Runden Tisches ist nun die Diskussion mit den Jugendlichen, nachdem es bereits Treffen der erwachsenen Akteure gegeben hat. Das Jugendforum Ruhrhalbinsel ist angelehnt an das stadtweite Projekt „mit-Wirkung“, welches sich für eine bedarfsgerechte Stadtgestaltung Jugendlicher einsetzt. Unterstützt wird dieses zudem vom Kreisjugendwerk der Awo Essen.

Politik will sich bemühen, Wünsche der Jugendlichen in Essen-Überruhr umzusetzen

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„In diesem Jugendforum sollen die Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren in ihren Stadtteilen eine Stimme erhalten und sich aktiv bei der Gestaltung ihres Lebensumfeldes einbringen können. Es soll für sie eine Ideenschmiede bilden, welche durch begleitete Projektgruppen am Ende zu handfesten Ergebnissen kommt“, erklärt Thomas Ziegler. Die Politik wolle sich dann bemühen, diese umzusetzen.

Das Jugendforum findet am Freitag 8. Oktober, 17 bis 21 Uhr (Einlass 16.30 Uhr), im Gemeindesaal Stephanushaus Jugendhaus, Langenberger Straße 434a, statt. Eine Anmeldung vorab ist nicht notwendig. Die Teilnahme ist nur unter den 3G-Regeln möglich. Es besteht die Möglichkeit, sich vor Ort testen zu lassen.

Weitere Infos unter https://jugendwerk-essen.de/mitwirkung-bezirk-8.html. Kontakt per Mail an: insider@jugendwerk-essen.de, 0177 9149092http://Lesen_Sie_auch_diese_Nachrichten_aus_Essen{esc#233146165}[infobox]