Essen/Velbert. Mit einer Scheinanlage in Velbert hielt Krupp mit Erfolg bis 1943 britische Bomber von der echten Fabrik ab. Anlage-Reste sind zu besichtigen.

Am Tag des offenen Denkmals am 8 September kann nach zweijähriger Pause erstmals wieder die so genannte Kruppsche Nachtscheinanlage besichtigt werden. Die mit einfachsten Mitteln realisierte Nachbildung der Kruppschen Gussstahlfabrik auf Velberter Gebiet knapp hinter der Essener Stadtgrenze sollte alliierte Bomberbesatzungen dazu verleiten, ihre der echten Fabrik zugedachten Bomben hier abzuladen. Den nur nachts angreifenden Piloten wurde suggeriert, dass sich hier die schlecht abgedunkelte und in Betrieb befindliche Fabrik befindet. So sollte die Attrappe Angriffe auf sich ziehen und von der rund zehn Kilometer entfernten tatsächlichen Fabrik abhalten, was von 1941 bis 1943 auch gelang. Danach verbesserte sich die Zielgenauigkeit durch Radarsysteme erheblich.