Essen. Der erfolgreiche Segelsportler Lars Hansen gründete 1980 in Essen eine Segelmacherei. Nun gibt es für das brachliegende Geschäft eine Nachfolge.

Eine Segelmacherei zu betreiben im Binnenland, mitten im Pott? Sascha Gardy muss sich gerade dieselbe Frage anhören wie schon Lars Hansen vor 40 Jahren. „Ja, das reizt mich“, antwortet Sascha Gardy dann. Und seine Antwort dürfte eine ähnliche sein, wie sie auch Lars Hansen damals gegeben hat. Hansen war Mitglied beim Etuf gewesen und ein begeisterter und erfolgreicher Drachensegler. Mehrfach gewann er den NRW-Cup. Er gründete 1980 in Essen eine Segelmacherei, die zunächst an der Schützenbahn saß und später an der Schederhofstraße, wo der Zweck der Unternehmung auch in den Fensterscheiben zu lesen war.

Schon damals kamen nicht nur Kunden, die über den Baldeneysee oder einen der anderen Ruhrseen schipperten, und die ihre Segel bei Hansen kauften und später auch reparieren ließen. Auch Sportler, die ihre Boote in Holland liegen hatten, nutzten im Herbst und Winter die Dienstleistungen der Essener Segelmacherei. „Das Geschäft wurde immer größer. Selbst bis nach Italien lieferten wir die Segel“, erinnert sich Jutta Hansen, Mitarbeiterin der ersten Stunde. Trotz des gleichen Nachnamens ist sie mit dem Gründer nicht verwandt.