Wohnungsbau

Arbeiten am „Parc Dunant“ in Rüttenscheid beginnen

Baustellenbesuch: Michael Kraus (Gentes-Geschäftsführer), Susanne Thieron (S-Immobilien), Stefan Lukai (Sparkassen-Vorstand) und Thomas Kieß (Leiter Projektentwicklung bei Gentes, v.l.).

Baustellenbesuch: Michael Kraus (Gentes-Geschäftsführer), Susanne Thieron (S-Immobilien), Stefan Lukai (Sparkassen-Vorstand) und Thomas Kieß (Leiter Projektentwicklung bei Gentes, v.l.).

Foto: Carsten Klein

Essen-Rüttenscheid.  Ende 2020 sollen an der Henri-Dunant-Straße in Essen die ersten Gebäude des Projekts „Parc Dunant“ stehen. Insgesamt sind 300 Wohnungen geplant.

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Der erste Bagger ist da, die Lkw rollen an: Auf dem Gelände der ehemaligen Pädagogischen Hochschule an der Henri-Dunant-Straße haben die Erschließungsarbeiten begonnen. Anfang November, so die Planungen des Düsseldorfer Projektentwicklers Gentes, sollen die Hochbaumaßnahmen beginnen. Zunächst steht noch der Bau von 91 Eigentumswohnungen im Fokus, leicht zeitversetzt geht es dann mit den rund 200 Mietwohnungen weiter.

Auf dem Gelände, zwischen Aushub und Gestrüpp, gerät Gentes-Geschäftsführer Michael Kraus ins Schwärmen: „30 000 Quadratmeter, 300 Meter Straßenfront – eine solche Liegenschaft ist einzigartig im städtischen Gefüge“, sagt er. Es sei keine Baulücke, in die die Projektentwickler hineinplanen müssten. Das werde sich in der Qualität der Architektur niederschlagen. „It’s different“, laute deshalb der Slogan zum Projekt, „weil es sich abhebt“, sagt Kraus.

Davon, dass der „Parc Dunant“ eine „städtebauliche und architektonische Bereicherung“ sei, ist auch Stefan Lukai aus dem Vorstand der Sparkasse Essen überzeugt. Das Kreditinstitut begleitet das Projekt als Finanzierer, die Tochter S-Immobilien übernimmt die Vermarktung. „Es passt zu Essen“, sagt Lukai über das Vorhaben. „Rüttenscheid ist das heimliche Zentrum der Stadt und strahlt Urbanität aus.“

30 Wohnungen und 27 Stellplätze verkauft

Mit der bisherigen Vermarktung der Eigentumswohnungen sei man zufrieden, 30 habe man bereits verkaufen können – dazu aber nur 27 der 100 Stellplätze, die in einer Tiefgarage entstehen sollen. „Als wir das Projekt gestartet haben, waren in der Diskussion immer die Stellplätze ein Thema“, erzählt Kraus. Nun zeige sich, dass es durchaus auch Familien mit Kindern gebe, die eine Wohnung im „Parc Dunant“ kaufen und gar kein Auto nach Rüttenscheid mitbringen würden, weil sie wegen der Lage mitten in der Stadt darauf verzichten könnten, erzählt Susanne Thieron von S-Immobilien.

Um den neuen Eigentümern den Verzicht auf ein eigenes Auto zu erleichtern, habe sich Gentes der Stadt Essen gegenüber verpflichtet, für ein Carsharing-Angebot zu sorgen, sagt Kraus. Entweder als Free-Floating-Modell, bei dem Autos spontan geliehen und im öffentlichen Raum abgestellt werden können, oder stationsgebunden. Sollte sich für letztere Variante die Zusammenarbeit mit einem Anbieter ergeben, wolle man einen Bereich der Besucherparkplätze dafür reservieren.

Gentes geht davon aus, dass die Gebäude mit den 91 Eigentumswohnungen bis Ende 2020 fertiggestellt werden können. Auch eine Kindertagesstätte soll dann zeitnah eröffnet werden. „Parallel dazu, leicht verzögert, wird auch am Mietwohnungsbau gearbeitet“, sagt Thomas Kieß, Leiter Projektentwicklung bei Gentes. „In Gänze sollte das in drei, vier Jahren fertiggestellt sein.“

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