Kirche

Am Essener Dom gibt’s Aschermittwoch das Aschekreuz „to go“

Bernd Wolharn spendet am Aschermittwoch am Dom „Ashes to go“

Foto: Kerstin Kokoska

Bernd Wolharn spendet am Aschermittwoch am Dom „Ashes to go“ Foto: Kerstin Kokoska

Essen.  Pastor Bernd Wolharn streicht Passsanten auf der Kettwiger Straße am Aschermittwoch zur Mittagszeit das traditionelle Aschekreuz auf die Stirn.

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Kaffee „to go“, also zum Mitnehmen, ist mittlerweile fast jedem ein Begriff. Das Bistum Essen, immer auf der Suche nach neuen Wegen, religiöse Inhalte unter die Leute zu bringen, springt nun auf diesen Zug der Eiligen auf. Erstmals wird am Aschermittwoch das Aschekreuz „to go“ angeboten.

Spenden wird es Bernd Wolharn, Seelsorger am Essener Dom, und in dieser Funktion beauftragt, sich über das „City-Pastoral“ Gedanken zu machen. Präsenz in der Öffentlichkeit ist dabei eine wichtige Komponente. Von ca. 12.30 Uhr bis 14 Uhr steht Wolharn an der Kreuzigungsgruppe am Dom, um Passanten das Aschekreuz auf die Stirn zu streichen. „Ich trage Stola, aber sonst kein liturgisches Gewand“, sagt er.

Symbol für die Vergägnlichkeit des Menschen

Für Christen beginnt am Aschermittwoch die sechseinhalbwöchige Vorbereitungszeit auf Ostern. Das Aschekreuz erinnert an die Vergänglichkeit des Menschen, symbolisiert die Bereitschaft zu Umkehr und Buße und zugleich die Hoffnung auf die Auferstehung.

Üblicherweise wird es in Gottesdiensten gespendet. Diese werden aber meist nicht mehr gut besucht. „Also sprechen wir die Menschen da an, wo sie sind: in der Öffentlichkeit, zum Beispiel auf der Kettwiger Straße“, sagt Wolharn. Motto: Einfach mal ausprobieren, ob diese Form der Ansprache funktioniert. Den klassischen Segensspruch gibt es auch dazu: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist, und zu Staub zurückkehren wirst.“

Die Asche für die katholischen Aschekreuze – auch für die „Ashes to go“ – stammt übrigens von den verbrannten Zweigen vom Palmsonntag des Vorjahres. Am Sonntag vor Ostern erinnern die Katholiken mit Palmwedeln an den in der Bibel beschriebenen umjubelten Einzug Jesu in Jerusalem.

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