Musikszene

Alles was zählt: Essener Band „Kuult“ spielt in RTL-Serie

Die Essener Pop-Band „Kuult" mit (v. li.) Philipp Evers, Chris Werner und Christian De Crau. 2020 startet ihre „Flugmodus-Tour“.

Die Essener Pop-Band „Kuult" mit (v. li.) Philipp Evers, Chris Werner und Christian De Crau. 2020 startet ihre „Flugmodus-Tour“.

Foto: Frank Lothar Lange / RTL

Essen.  Von der Bühne auf den Bildschirm: Die Essener Deutschpop-Formation „Kuult“ kommt mit einem Song in der RTL-Serie „Alles was zählt“ groß heraus.

„Wenn Zufall Schicksal wird“ heißt der neue Song der Essener Musikgruppe „Kuult“. „Nichts erwartet und doch – Alles nehmen was da kommt“ heißt es im Text. Und wie perfekt der Zufall manchmal Regie führt, das erleben die drei Musiker Chris Werner, Christian De Crau und Philipp Evers gerade auch im wahren Leben.

Song der Essener Band „Kuult“ wird Bestandteil der Serie „Alles was zählt“

Seit dem 31. Oktober sind die Essener Musiker und ihr Song Thema der RTL-Serie „Alles was zählt“. Mehr als 30 Folgen lang wird die Gruppe um Frontmann Chris Werner in der Daily-Soap tonangebend sein.

„Kuult“ betritt damit gleich mehrfach Neuland. Die drei Musiker aus dem Essener Westen stehen nicht nur zum ersten Mal vor der Fernsehkamera. Auch in einer Eishalle hat man „Kuult“ noch nicht allzu häufig gesehen. Doch die ist nun mal Dreh- und Angelpunkt der RTL-Serie, die seit 2006 zwar in Köln-Ossendorf gedreht wird, aber eigentlich im fiktiven Essener Stadtteil Schotterberg spielt.

In der Serie dreht die Band in der Eishalle ein Musikvideo

Nur intime Kenner der über 3300 Serienteile werden alle Wendungen um die mächtige Familie Steinkamp und ihr Zentrum für ambitionierte Eiskunstläufer kennen. Zwei zentrale Bestandteile gehören allerdings zur DNA von „Alles was zählt“: der Sport und die Musik.

Bands wie Silbermond, Juli und Luxuslärm hatten schon ihren Serien-Auftritt. Und als nun die Suche nach einer neuen Band anstand, war für Freund und Kollege David Pfeffer klar, dass nur eine Essener Band in Frage kommt: Kuult! Die famose Deutschpop-Formation macht schon seit einigen Jahren mit ihren mitreißenden Sounds und intelligenten Texten bundesweit von sich reden. In diesen Tagen rocken Philipp, Christian und Chris wieder die Säle von Hamburg bis Hannover. Das Heimspiel in der Weststadthalle am 5. Dezember ist schon seit Wochen restlos ausverkauft. Wer kein Ticket mehr bekommen hat, kann „Kuult“ nun von montags bis freitags zwischen 19.05 und 19.40 Uhr auf der Mattscheibe sehen und hören.

2,1 Millionen Zuschauern zählt die Serie bis heute im Schnitt. Eine Einschaltquote, die auch erfahrenen Bühnentieren wie Chris Werner noch Respekt abverlangt. „Auf der Bühne steht man locker vor 1000 Leuten, vor der Kamera sieht das schon anders aus“, erzählt der Frontmann, der als einziger der drei Musiker auch eine Sprechrolle übernommen hat. „Am Anfang macht man einen großen Fehler: Man versucht zu schauspielern“, erinnert sich der 30-Jährige lächelnd an die ersten Versuche vor der Kamera.

„Die Leute haben plötzlich ein Gesicht zu unserer Musik“

Schnell allerdings habe er sich an die neue Rolle gewöhnt. Schließlich spielen „Kuult“ vor der Kamera, was sie auch im echten Leben sind: Eine aufstrebende Popband, die gerade ein Musikvideo einspielt.

Welche Verwicklungen sich die Serien-Schreiber rund um die Aufnahmen im Eissportzentrum ausgedacht haben, darüber muss natürlich noch Stillschweigen herrschen. Die Fans können gespannt sein. Und auch die „Kuult“-Musiker dürften in den nächsten Wochen ein wenig öfter ins Vorabendprogramm schauen als üblich. Wenn sie nicht gerade in ihrer Borbecker Musikschule junge Talente unterrichten. Oder die nächsten Auftritte planen.

Der Ausflug ins Schauspielfach soll eine Ausnahme bleiben

„Wir machen Musik mit einem kleinen Ausflug ins Schauspielfach, nicht umgekehrt“, unterstreicht Chris Werner. Dass der Fernsehauftritt die öffentliche Wahrnehmung trotzdem ändert, hat Chris Werner schon vor ein paar Tagen beim Shoppen im Limbecker Platz gespürt. „Die Leute haben plötzlich ein Gesicht zu unserer Musik“, sagt der „Kuult“-Sänger, „ich freu mich drüber.“

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