Alina Sonnenschein vertritt NRW

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„Ein bisschen aufgeregt bin ich schon“, sagt Alina Sonnenschein (17) und lacht. „Als unsere Französischlehrerin im Oktober letzten Jahres die Teilnahme an dem Wettbewerb vorschlug, war ich sofort begeistert“, gibt die Abiturientin des Werdener Gymnasiums offen zu. Der Einsatz der G8-Schülerin hat sich gelohnt.

Alina vertritt am 14. und 15. März das Bundesland Nordrhein-Westfalen bei dem Wettbewerb Prix des lycéens allemands, bei dem deutsche Schüler zeitgenössische französische Literatur entdecken. Eine Bundesjury ehrt den besten Schüler auf der Leipziger Buchmesse.

Vier neuere Romane gelesen

„Bundesweit beteiligen sich ungefähr 400 Schulen und 5000 Schüler“, erläutert Claire Badiou, Französischlehrerin am Werdener Gymnasium. Alle Schüler ihres Französischleistungskurses aus der Doppeljahrgangsstufe 12 und 13 nahmen an dem nordrhein-westfälischen Vorausscheid teil.

„Zwischen September 2012 und Januar 2013 haben wir über die Pflichtlektüren des Zentralabiturs hinaus vier neuere Romane auf Französisch gelesen und analysiert“, sagt Alina Sonnenschein. Muttersprachlerin Badiou lobt ihre Schützlinge ausdrücklich für diesen außergewöhnlichen Einsatz, der in Zeiten von zusätzlicher Belastung durch die Schulzeitverkürzung, „G8“, anerkennenswert ist. Im Rahmen einer zweistündigen Debatte auf Französisch entschieden sich die Schüler für einen Favoriten, den sie in der Landesjury in Düsseldorf verteidigen wollten und wählten Alina Sonnenschein als ihre Vertreterin.

Die Wahl der Schüler fiel auf den Roman „Un cargo pour Berlin“ von Fred Paronuzzi aus dem Jahr 2011. „Er ist auch mein großer Favorit“, sagt Alina Sonnenschein. Sie habe sich für dieses Buch aus zwei Gründen entschieden: „Es ist in einer relativ einfachen, teilweise umgangssprachlichen und eingängigen Weise geschrieben, so dass man der Geschichte gut folgen kann, und es beleuchtet mehrere aktuelle Themen wie illegale Einwanderung, Frauenrechte und Zwangsheirat.“

Auch die Landesjury NRW schloss sich der Wahl aus Werden an. Alina Sonnenschein wurde aufgrund ihrer hervorragenden Leistung beim Debattieren in dieser französischen Debatte mit einer eindeutigen Mehrheit ausgewählt und wird nun das Land NRW vertreten. Die Schüler haben dort die Gelegenheit, alle vier vorgestellten Autoren in einem persönlichen Gespräch kennenzulernen.

Für Pädagogin Badiou ist der Wettbewerb jetzt schon ein großer Erfolg: „Die Beschäftigung mit zeitgenössischer französischer Literatur ist eine gute Ergänzung zur klassischen Literatur, die die Schüler regulär im Unterricht behandeln. Ich fand es sehr spannend, den Schülern dabei zu helfen, ein fundiertes kritisches Urteil über Literatur zu fällen und es in einer Debatte in der Fremdsprache überzeugend darzustellen.“

Schülerin Alina freut sich auf den Besuch in Leipzig. Das Programm des Institut Français sieht neben der Debatte und der Preisverleihung auch einen Besuch der Buchmesse vor und lässt einigen Raum, sich mit den Beteiligten auszutauschen.

„Die Buchmesse wird sicher beeindruckend, und ich bin schon gespannt darauf, die Autoren persönlich kennenzulernen.“.

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