ADFC: Noch viel Aufklärung notwendig

Essener Norden.   Für eine glaubhafte Radverkehrsförderung genießen Fahrradstraßen einen hohen Symbolwert. Allerdings sind sie auch in Essen relativ unbekannt, so dass noch viel Aufklärungsarbeit notwendig sei. So reagiert Jörg Brinkmann, Vorsitzender des Allgemeinen Fahrradclubs Essen (ADFC) auf den Leserbrief von Ferdinand Bonsen, der sich Fahrradstraßen gegenüber kritisch äußert.

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Für eine glaubhafte Radverkehrsförderung genießen Fahrradstraßen einen hohen Symbolwert. Allerdings sind sie auch in Essen relativ unbekannt, so dass noch viel Aufklärungsarbeit notwendig sei. So reagiert Jörg Brinkmann, Vorsitzender des Allgemeinen Fahrradclubs Essen (ADFC) auf den Leserbrief von Ferdinand Bonsen, der sich Fahrradstraßen gegenüber kritisch äußert.

Für Jörg Brinkmann ein Beweis, „dass es Bürger gibt, die nach wie vor den Sinn und Zweck von Fahrradstraßen nicht nachvollziehen können. Zunächst gilt es festzustellen, dass es sich bei Fahrradstraßen im Prinzip um normale Straßen handelt, in denen Radfahrer Vorrang vor dem Autoverkehr genießen, ohne jedoch Letzteren auszusperren. Fahrradstraßen gibt es in Deutschland seit Mitte der 1980er Jahre und sind seit 1997 in der Straßenverkehrsordnung verankert.“

Fahrradstraßen gibt es seit 1994

Fahrradstraßen seien nach wie vor selten zu finden, weil „nur wenige Städte wirklich bereit sind, dem Autoverkehr Restriktionen zugunsten des Radverkehrs aufzuerlegen“, schreibt der ADFC-Vorsitzende weiter. „Auch die Stadt Essen, wo es seit 1994 Fahrradstraßen gibt, hat sich diesbezüglich bislang schwer getan. 40 Fahrradstraßen in 23 Jahren stellen bei dem großen Stadtgebiet wahrlich kein Ruhmesblatt dar und sind ein maßgeblicher Grund dafür, dass kaum jemand diese kennt.“

Das werde sich ändern. In den kommenden Jahren solle ihre Zahl auf etwa 100 steigen, und zwar bevorzugt entlang der Strecken der Hauptradrouten. Weil Platz und Geld für Radwege oder Radfahrstreifen fehlten, seien „Fahrradstraßen ein probates und preiswertes Mittel, um Radfahrern aufzuzeigen, dass sie gerade entlang solcher Strecken bevorzugt fahren können – ein großer Vorteil vor allem innerhalb der dicht bebauten Stadtteile.“ Foto: Roth

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