Ista

Ablese-Dienstleister Ista bezieht neue Firmenzentrale

Die neue Firmenzentrale von Ista entstand auf dem Gelände des ehemaligen Grugastadions. Die Nachbarschaft ist ebenfalls namhaft: In unmittelbarer Nähe befinden sich die Hauptverwaltungen von Eon und Brenntag.

Foto: Socrates Tassos

Die neue Firmenzentrale von Ista entstand auf dem Gelände des ehemaligen Grugastadions. Die Nachbarschaft ist ebenfalls namhaft: In unmittelbarer Nähe befinden sich die Hauptverwaltungen von Eon und Brenntag. Foto: Socrates Tassos

Essen.  Ista verlegt seine Hauptverwaltung ins Gruga-Karree. Zur Eröffnungsfeier war erstmals auch der neue Eigentümer aus Hongkong in Essen.

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Erst ein neuer Eigentümer, dann der Umzug in die neue Firmenzentrale: Hinter dem Ablese-Dienstleister Ista liegen turbulente Wochen. Seit etwa einem Monat gehört das Unternehmen nun zum Firmenimperium des chinesischen Milliardärs Li Ka-shing. Dieser hatte für die Übernahme 4,5 Milliarden Euro bezahlt – und damit einen der größten Deals des Jahres in Deutschland gestemmt. Ista ist ein Heizungs- und Wasserableser und gilt als hochprofitabel.

Die zweite Neuerung stand für Ista nun vor wenigen Tagen an: Die 500 Mitarbeiter zogen in die neue Firmenzentrale ins Gruga-Carree um. Ein Kraftakt. „Für Ista ist es ein Jahr vieler Veränderungen“, unterstrich CEO Thomas Zinnöcker am Dienstag bei der Eröffnungsfeier. Von seiner Essener Hauptverwaltung aus lenkt Ista die Geschäfte in 24 Ländern weltweit. Bislang saß das Unternehmen am Grugaplatz/Ecke Alfredstraße gegenüber der Messe.

Offene Büros und bequeme Ruhezonen

Zinnöcker hob vor allem die moderne und innovative Arbeitsatmosphäre hervor, die Ista in dem neuen Gebäude vorfinde. Offene Büros gehören hier genauso zum Konzept wie Rückzugsräume mit Lounge-Charakter. Für die Mitarbeiter gibt es ein Bistro im Erdgeschoss und eine Café-Bar mit Dachterrasse.

Das architektonisch imposante Gebäude mit der weißen Aluminiumfassade wurde vom Essener Projektierer Kölbl Kruse entwickelt. Die Immobilie gehört der RAG Stiftung, die sie für 41 Millionen Euro erworben hatte und die mit Ista einen langfristigen Mietvertrag über 15 Jahre abgeschlossen hat. „Kein günstiges aber ein gutes Investment, das heute deutlich teurer wäre“, sagte Stiftungsvorstand Helmut Linssen. Die RAG Stiftung übernimmt ab 2019 die Ewigkeitskosten des Steinkohlenbergbaus. Um dies zu finanzieren, investiert sie ihr Geld in Unternehmen und Immobilien. Unter anderem gehört ihr in Essen auch die neue Folkwang-Universität auf Zollverein.

Ista-Chefs findet warme Worte für den neuen Eigentümer

Neben den Vertretern des Immobilien-Eigentümers waren am Dienstag erstmals auch die neuen Firmeneigentümer von CK Infrastructure (CKI) aus Hongkong zu Gast in Essen. Erst 14 Tage zuvor war Zinnöcker mit seinem Management-Team in China gewesen. Das Gespräch dort sei sehr konstruktiv verlaufen, mit hoher Sympathie, betonte der Ista-Chef. „Mit CKI haben wir einen Partner gefunden, der langfristig denkt und unseren Wachstumskurs unterstützt.“ Zudem könnte Ista vom Know-how der CKI-Gruppe profitieren. CKI ist ein Infrastruktur-Investor, ist aber auch im Bereich der Immobilien-Entwicklung tätig. „Gerade im Bereich der Digitalisierung könnten wir einiges mit Partnern aus der Gruppe zusammen entwickeln“, sagte Zinnöcker.

Die Ista will in Zukunft verstärkt in Smart-Home-Technologien investieren. Dazu zählt unter anderem die Möglichkeit, Verbräuche digital auszulesen und diese Informationen Mietern zeitgleich zur Verfügung zu stellen.

Mit den digitalen Dienstleistungen will Ista in den nächsten zehn Jahren weiter wachsen. Zinnöcker hatte 500 bis 1000 neue Arbeitsplätze weltweit in Aussicht gestellt. Auch der Standort in Essen würde dann wohl von dem Wachstum profitieren. Die neue Zentrale jedenfalls böte dafür noch Platz.

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