St. Hubertus

Abgebrannte Kirchturmspitze in Essen steht vor der Sanierung

Nach einem Blitzeinschlag entwickelte sich am 3. Januar 2014 ein Brand unter der Kupferhaube des Turms von St. Hubertus.

Nach einem Blitzeinschlag entwickelte sich am 3. Januar 2014 ein Brand unter der Kupferhaube des Turms von St. Hubertus.

Foto: Stephan Witte

Essen-Bergerhausen.  Die Pläne für eine neue Spitze von St. Hubertus in Bergerhausen mussten wegen der Sparvorschläge ans Bistum ruhen. Nun könnte es schnell gehen.

1914 wurde die Kirche St. Hubertus geweiht, 100 Jahre später schlug ein Blitz in eines der höchsten Gotteshäuser der Stadt ein. Die Bilder des spektakulären Brands am 3. Januar 2014 gingen bundesweit durch die Medien. Schnell waren die Sanierung der Spitze und der Turmfassade beschlossen, auch die Finanzierung stand bereits. Doch 2015 kam der Pfarreientwicklungsprozess (PEP). Die Gemeinden wurden vom Bistum dazu angehalten, Sparvorschläge einzureichen, das ließ die Sanierungspläne in Bergerhausen ruhen. Bis jetzt. Es fehlt nur noch eine Unterschrift des Bischofs.

Ihr Votum zum PEP hat die Pfarrei St. Lambertus, zu der auch die Gemeinde St. Hubertus und Raphael gehört, Ende 2017 eingereicht. Darin spricht sie sich für den Erhalt der Kirche St. Hubertus aus und macht Sparvorschläge an anderen Stellen. „Wir mussten die Sanierung so lange zurückstellen, weil wir dem Pfarreientwicklungsprozess sonst vorgegriffen hätten“, erklärt Ralph Kunze, Vorsitzender des Gemeinderats von St. Hubertus und Raphael. Mit der Annahme des Votums könnte das Bistum Essen nun dafür sorgen, dass die Pläne für die Kirche an der Töpferstraße schnell wieder aufgenommen werden. „Es hieß, dass sechs bis acht Wochen nach unserer Abgabe die Unterschrift des Bischofs kommen könnte“, sagt Kunze. „Wir haben die berechtigte Hoffnung, dass der Bischof das Votum annehmen wird und demzufolge auch die Kirchenfassade und der Kirchturm saniert werden können.“ Mit einer positiven Nachricht des Bistums rechne man in Bergerhausen täglich.

Arbeiten am Turm könnten noch 2018 beginnen

Obwohl die Sanierungspläne 2014 bereits in der Schublade lagen, beginnt die Arbeit dann wieder von vorn. „Sämtliche Angebote müssen neu eingeholt werden“, erklärt Kunze. „Das ist die Aufgabe einer Arbeitsgruppe des Kirchenvorstands.“ Die Gelder seien schon seit 2014 geparkt. „Was wir als Gemeinde als finanzielle Last zu tragen haben werden, was die Pfarrei, was das Bistum übernimmt, das kann man noch nicht abschätzen.“ Welche Kosten zu erwarten seien, würde erst das Ergebnis der Ausschreibungen zeigen.

Neben der Kirchturmspitze müssen auch Teile der Fassade erneuert werden. Bei einer Sanierung in den 1970er-Jahren wurde der Turm imprägniert, dennoch drang Feuchtigkeit in den Stein ein und ließ ihn bröckeln. „Das ist eine umfassende Baumaßnahme“, erklärt Kunze. „Wir reden von mehr als eineinhalb Jahren Arbeitszeit, das ist eine grobe Schätzung. Aber wir hoffen darauf, in diesem Jahr mit den Arbeiten beginnen zu können.“

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