Bauprojekt

96 neue Wohnungen sollen in Rüttenscheid entstehen

Zwischen Heizkraftwerk und Autobahn 52 sollen an der Rüttenscheider Wittekindstraße (unten) 96 Wohnungen und eine Kita entstehen.

Foto: Hans Blossey

Zwischen Heizkraftwerk und Autobahn 52 sollen an der Rüttenscheider Wittekindstraße (unten) 96 Wohnungen und eine Kita entstehen. Foto: Hans Blossey

Essen-Rüttenscheid.   Fläche des ehemaligen Holzhandels an der Walpurgisstraße in Essen ist Thema in Bezirksvertretung und Ausschuss. Rat entscheidet nächste Woche

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Auf dem ehemaligen Gelände von Holz Conrad an der Wittekindstraße sollen rund 100 Wohnungen entstehen. Über diese Pläne diskutieren die Bezirksvertretung II und der Ausschuss für Stadtentwicklung und Stadtplanung in ihren nächsten Sitzungen am Donnerstag, 7. Dezember. Dabei geht es um den Bebauungsplan, über den der Rat dann schon am 13. Dezember entscheiden soll.

Die Fläche neben dem Steag-Heizkraftwerk liegt seit Jahren brach. Und ebenso lange wird über eine mögliche neue Nutzung diskutiert. Schon Anfang 2016 ging es in der Bezirksvertretung II um die Zukunft des Areals. Damals sprachen sich Stadtteilpolitiker einstimmig gegen eine Wohnbebauung aus. Der Grund: Man wollte keine Gewerbefläche aufgeben, auf der sich kleine und mittelgroße Unternehmen hätten ansiedeln können.

Der zuständige Ausschuss allerdings stimmte im September 2016 einer Änderung des Flächennutzungsplans zu und machte damit den Weg frei für den Wohnungsbau. Nun wird es konkret: Der Rat stimmt am 13. Dezember über den vorhabenbezogenen Bebauungsplan, der mit dem Investor ausgearbeitet wurde, ab.

Elf Sozialwohnungen geplant

Auf dem Grundstück soll ein Karree aus vier Gebäuden entstehen. Von den insgesamt 96 Wohnungen – zunächst waren 88 vorgesehen – sollen elf im südlichen Gebäude an der Wittekind­straße mit Mitteln des öffentlich geförderten Wohnungsbaus errichtet werden. „Wir können nicht verstehen, warum man da so wenig Sozialwohnungen plant“, sagt Wolfgang Freye, Ratsherr der Linken. „Um Verdrängungsprozesse zu verhindern, wäre es sinnvoll gewesen, eine Quote von 30 Prozent festzulegen.“ Die habe der Rat zwar nie beschlossen, erklärt Freye, aber sie sei zum Beispiel an der Henri-Dunant-Straße angewandt worden.

Neben den Wohnhäusern soll auf dem Grundstück außerdem ein separates Gebäude gebaut werden, in dem eine vierzügige Kindertagesstätte untergebracht wird. Dazu ist eine rund 800 Quadratmeter großen Außenfläche geplant. Wegen des Lärms der nahegelegenen Autobahn rückt die Freifläche auf die von der A52 abgewandte Gebäudeseite, außerdem wird die Kita durch einen Wall abgeschirmt. Auch in anderen Bereichen sind Lärmschutzmaßnahmen geplant. Entlang des Gebäudeteils an der Walpurgisstraße soll eine transparente Scheibe errichtet werden, die die oberen Geschosse in der Nacht vor Gewerbelärm schützt.

>>> Parkplätze in Tiefgarage und am Straßenrand

Ungefähr über die heutige Zufahrt zum ehemaligen Holzhandel soll das Gelände erschlossen werden. Entlang dieser Straße entstehen öffentliche Parkplätze und private für die Kita. In einem Wendehammer sind Stellplätze für Eltern geplant. Auch an der Walpurgisstraße werden Parkplätze angelegt.

In einer Tiefgarage sind 125 Stellplätze für die Bewohner und Kita-Mitarbeiter geplant. Die Zufahrt liegt an der neuen Erschließungsstraße, was Verkehrsstörungen vermeiden soll.

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