Feuer

28-jähriger Mieter verliert alles bei Feuer in Essen-Bochold

Die Dachgeschosswohnung am Schölerpad in Essen-Bochold brannte in voller Ausdehnung, das Dach gilt als einsturzgefährdet. Die Bewohner konnten sich alle retten, nur ein kleiner Hund wurde vermutlich ein Opfer der Flammen.

Die Dachgeschosswohnung am Schölerpad in Essen-Bochold brannte in voller Ausdehnung, das Dach gilt als einsturzgefährdet. Die Bewohner konnten sich alle retten, nur ein kleiner Hund wurde vermutlich ein Opfer der Flammen.

Foto: Stephan Witte/KDF-Tv & Picture

Essen.   Ein 28 Jahre alter Mann hat bei einem Brand in seiner Wohnung alles verloren. Sein elf Monate alter Hund wird seither vermisst.

Dramatischer Dachstuhl-Brand am zweiten Weihnachtstag am Schölerpad in Essen-Bochold: Am Dienstagmorgen bemerkte der Mieter der Dachgeschoss-Wohnung einen merkwürdigen Geruch. Er lief vom Dachgiebel seiner Maisonette-Wohnung nach unten ins Wohnzimmer, um nach der Ursache zu suchen und öffnete die Fenster. „Plötzlich schlugen Flammen aus einem der Nachtspeicheröfen hervor“, schilderte Milad N. (28) später die Situation.

Sofort alarmierte er alle Mieter des Hauses, dann rannte er zurück zur Wohnung, um nach seinem Hund „Sansho“, ein elf Monate junger Zwergspitz, zu suchen.

Doch da brannte die Wohnung bereits in voller Ausdehnung. Von Sansho, dem Liebling seiner kleinen Tochter Donya, fehlt seitdem jede Spur.

Schwerstarbeit für die Essener Feuerwehr

Für die Essener Feuerwehr bedeutete der Einsatz am Weihnachtstag Schwerstarbeit: Immer wieder fielen brennende Teile auf die Männer herab, die sich im Haus zu den Flammen vorkämpften. „Der Brand hatte sich auf die Dachkonstruktion ausgebreitet“, erklärte die Feuerwehr später.

Die Situation war schließlich zu gefährlich: Die Männer rückten aus dem Inneren des Hauses ab. Die Einsatzkräfte mussten schließlich das Dach über die drei Drehleitern abdecken, um von oben zu löschen.

Gesamte Wohnung ist vollkommen zerstört

Milad N., der noch versucht hatte, das Feuer zu ersticken, wurde vom Notarzt versorgt. Die gesamte Wohnung über zwei Etagen ist vollkommen zerstört: Kinderzimmer, Büro und Wohnzimmer, Kleidung und Spielsachen für die siebenjährige Tochter sind verbrannt.

Heiligabend hatte die getrennt lebende Familie noch zusammen in der Brandwohnung gefeiert: „Ich kann nur froh sein, dass meine Tochter bei der Mama geschlafen hat. Ich stehe jetzt ohne alles da, ich hoffe, dass mir andere Menschen helfen.“

Bis Milad N. wieder in die Wohnung zurück kann, wird es dauern: Ein Statiker soll die Stabilität des Daches untersuchen, die Kripo ermittelt. (hkr)

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