Berufswelt

2700 Jugendliche in der Region sind noch ohne Lehrstelle

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Zählt seit Jahren zu den populärsten Ausbildungsberufen: Kfz-Mechatroniker. Hier erklärt Meister Andreas Hoeren, worauf es ankommt.

Zählt seit Jahren zu den populärsten Ausbildungsberufen: Kfz-Mechatroniker. Hier erklärt Meister Andreas Hoeren, worauf es ankommt.

Foto: Knut Vahlensieck

Essen.   Im August beginnt das neue Ausbildungsjahr, viele Jugendliche sind jedoch noch unversorgt. 2150 Stellen in der Region sind noch zu besetzen.

2700 Jugendliche aus Essen, Oberhausen und Mülheim sind derzeit noch auf der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz. Zu vergeben sind seitens der Arbeitgeber jedoch nur noch 2150 freie Stellen. Deshalb veranstalteten die Arbeitsagenturen Essen, Oberhausen und Mülheim in dieser Woche eine große Ausbildungsbörse am Berliner Platz.

550 Jugendliche folgten der Einladung und konnten sich über aktuelle Ausbildungsplatzangebote aus den verschiedensten Berufsbereichen informieren. Besonders das Handwerk ist auf der Suche: „Wir wollen den jungen Menschen von Karriere- und Aufstiegschancen berichten, die eine handwerkliche Ausbildung bietet. Diese sind leider vielen nicht bewusst. Hier besteht noch einiges an Aufklärungsarbeit“, so Wolfgang Dapprich, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Essen.

Zu wenig Wissen über die Chancen im Handwerk

15 Arbeitgeber und weitere Institutionen waren vor Ort, um ihre Angebote vorzustellen. Mit von der Partie war auch die Industrie- und Handelskammer (IHK), die den Jugendlichen einen Bewerbungsmappen-Check anbot.

Warum das? „Die Bewerbung ist die Eintrittskarte in ein Unternehmen. Da sollte alles stimmen“, so die stellvertrende Geschäftsführerin der IHK Essen, Kathrin Mandt.

Viele Bewerbungen sind zu allgemein formuliert

Viele Bewerbungen seien zum Beispiel zu allgemein formuliert und nicht auf das Unternehmen zugeschnitten, so Mandt. Ein häufig auftretendes Problem bei der Ausbildungsplatzsuche sei außerdem die Entfernung zwischen Arbeitsplatz und Wohnort der Jugendlichen. Hier ist besonders Mobilität gefragt.

„Oft liegt die Ausbildungsstelle im Wunschberuf nicht vor der Haustür. Je flexibler sich die Jugendlichen zeigen, desto größer sind ihre Chancen auf einen attraktiven Ausbildungsplatz“, sagt Andrea Demler, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Essen.

Bundesweit gibt es 350 Ausbildungsberufe

Insgesamt ist die Vielfalt an Ausbildungsberufen in Deutschland sehr groß. „Man kann zwischen etwa 350 Berufen wählen“, so Michael Kinzler, Sprecher der Regionalpressestelle Ruhr der Agentur für Arbeit. Die beliebtesten Ausbildungsberufe liegen nach wie vor im kaufmännischen Sektor. Bei männlichen Jugendlichen sei seit Jahren die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker der Renner, so Kinzler weiter. Wegen der großen Nachfrage auf besonders beliebte Stellen verweise die Bundesagentur für Arbeit laut Kinzler auch auf verwandte, ähnliche Berufe, für die es noch vakante Positionen gebe.

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