Jugendarbeit

1. Jugendforum im Bezirk III bringt viele gute Ideen

Viele junge Leute haben viele Ideen: Zusammen mit ihren so genannten D-Scouts machten sich rund 40 Jugendliche beim 1. Jugendforum im Bezirk III daran, Ideen für eine aus ihrer Sicht bessere Zukunft zu sammeln.

Foto: Socrates Tassos

Viele junge Leute haben viele Ideen: Zusammen mit ihren so genannten D-Scouts machten sich rund 40 Jugendliche beim 1. Jugendforum im Bezirk III daran, Ideen für eine aus ihrer Sicht bessere Zukunft zu sammeln. Foto: Socrates Tassos

Essen-Holsterhausen.   Beim Auftakttreffen kommen 40 junge Leute und erzählen von ihren Wünschen. Geplant ist unter anderem ein Fotoprojekt zum Thema Nachhaltigkeit.

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Ziel eins ist erreicht, damit kann man arbeiten. Rund 40 Jugendliche, also ziemlich genau die angepeilte Zahl, machten es sich am Sonntag in der Aula der Gesamtschule Holsterhausen bequem, um sich kreativ mit der Verbesserung ihrer Stadtteile auseinanderzusetzen und ihren Ideen freien Lauf zu lassen. Dazu hatte das neue Jugendforum für den Stadtbezirk III eingeladen, das vom Jugendamt und den Essener Falken lang organisiert wurde.

Ziel des Jugendforums ist es, den Jugendlichen eine Plattform für die Umsetzung ihrer eigenen Wünsche zu bieten. Auf der Agenda standen dabei Themenschwerpunkte wie Freizeit- und Sportangebote sowie Sauberkeit und Sicherheit innerhalb der Stadtteile.

Eine Idee: Ein Basketball-Verein für Mädchen

Nach einem kurzen Kennenlernspiel bildeten die Jugendlichen kleine, selbstgewählte Arbeitsgruppen. In einer entspannten Atmosphäre mit Musik und Fingerfood gestalteten sie dann Plakate mit Anregungen und ersten Lösungsvorschlägen. Die Sportgruppe stellte beim Brainstorming zum Beispiel fest: „In Essen gibt es keinen Basketball-Verein nur für Mädchen. Wir wollen mit Vereinen sprechen, um das zu ändern.“ Voller Tatendrang waren auch die Gruppenmitglieder, die sich Gedanken um die Sauberkeit in den Stadtteilen machten: „Wir organisieren ein Fotoprojekt mit Vorher- und Nachher-Bildern. Es gibt so viele schöne Orte in Essen, die verdreckt sind. Die wollen wir aufräumen und unser Fotoprojekt veröffentlichen.“

Und auch zur Verschönerung einzelner Orte hatten die Jugendlichen konkrete Vorschläge. „Der Oberstufenraum in der Alfred-Krupp-Schule ist total heruntergekommen. Dafür brauchen wir unbedingt neues Mobiliar. Deshalb schauen wir jetzt nach Finanzierungsmöglichkeiten“, erklärte die 15-jährige Teilnehmerin Büsra Sahin mit einem optimistischen Lächeln im Gesicht. Und ihre Freundin Amira Aljahed ergänzte: „Es ist toll, dass wir endlich die Möglichkeit haben, selber aktiv zu werden.“

Ab sofort treffen sich die Kleingruppen einmal pro Woche mit ihren Demokratie-Scouts (D-Scouts), die die Jugendlichen unterstützen. Wie lange die Umsetzung der Ziele dauert, hängt von den Projekten ab. Die 21-jährige Sahar El-Zein ist zuversichtlich und freut sich auf ihre Aufgabe als D-Scout: „Meine Gruppe hat heute schon toll gearbeitet. Alle Teilnehmer sind mit Herzblut dabei und wollen wirklich etwas verändern. Ich glaube, die Umsetzung wird unproblematisch.“

Auch Angelika Actun von den Essener Falken ist positiv gestimmt. Sie freute sich über die bunte Mischung an Teilnehmern und ist schon auf die Endergebnisse gespannt. „Wir nehmen die Ideen der Jugendlichen ernst.“

>>BILDUNGSWOCHENDE IM APRIL

Jugendliche können sich vom 27. bis 29. April zu Moderatoren ausbilden lassen, die an Beteiligungsprojekten mitarbeiten können. Die Jugendlichen erhalten danach ein Zertifikat von der Stadt Essen. Die Teilnahme an dem Bildungswochenendeist kostenlos und wird von den Essener Falken angeboten. Infos unter www.mitwirkung3.de

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