Bewertungsausschuss-Rundfahrt

Werner, Wetter, Weihnachten beim Kirmeszug in Gevelsberg

Die KG Börkey lässt beim Kirmeszug den Schnee rieseln.

Die KG Börkey lässt beim Kirmeszug den Schnee rieseln.

Foto: Hartmut Breyer

Gevelsberg.  Die Gruppen sind so gut wie fertig mit ihren Darstellungen, der TÜV hat grünes Licht gegeben: Dem Gevelsberger Kirmeszug steht nicht mehr im Wege.

Die wichtigste Nachricht für die vielen Akteure, die am kommenden Sonntag beim Gevelsberger Kirmeszug mit ihren originellen, technisch aufwändigen und kunstvoll gestalteten Darstellungen an den Start gehen wollen, kam am Samstagmittag: „Die TÜV-Rundreise hat wunderbar funktioniert. Alle Kirmesgruppen nehmen teil“, sagte Kirmesvereinsvorsitzender Markus Loetz, als der Bewertungsausschuss (BWA) bei seiner Tour über die zwölf Bauplätze zur Mittagspause die Gaststätte „Im Hippendorf“ eingekehrt war. Und die Bewerter zeigten sich wieder sehr beeindruckt, was die Gruppen wieder einmal auf die Beine gestellt haben.

Neben den zwölf Wagendarstellungen dürfen sich die Kirmeszugbesucher auf neun Einzelgängerinnen und -gänger, sieben Kindergruppen, sechs Fußgruppen und vier Frauengruppen freuen. Die Themenbandbreite ist groß. Das unberechenbare Wetter spielt eine Rolle, Märchenfreunde kommen auf ihre Kosten und das Musical „Der König der Löwen“ macht nach vielen Jahren in Hamburg nun auch Station in Gevelsberg. Aus dem hohen Norden reist zudem Comic-Held „Werner“ an, um mit seinem Chopper über die Hagener und die Mittelstraße zu dengeln.

Sieben Kindergruppen dabei

Richtige Ohrwürmer werden zu hören und zu sehen sein, zu „Footlose“ in der Scheune kann getanzt werden, es wird Minigolf unterm Viadukt gespielt und ein ganz besonderes Streichorchester tritt auf. Ein Stück der Berliner Mauer wird über die Zugstrecke transportiert, verbunden mit Pink Floyds „The Wall“, und nicht zuletzt ist die Energiewende auch in Gevelsberg ein Thema. Zudem dürfen die Zuschauer schon einen Blick auf die Gevelsberger Innenstadt im Jahr 2030 werfen.

Glaubt man den Wetterprognosen, die eine extrem heiße Woche bis zum Kirmessonntag voraussehen, dann dürfte der Besuch des Weihnachtsmanns samt Schnee und Rentierschlitten für eine willkommene Abkühlung sorgen. Das angekündigte Wetter sehen die Akteure und auch die BWA-Mitglieder durchaus mit etwas Sorge, denn bei mehr als 30 Grad in Kostümen und in ständiger Bewegung über die Festzugmeile zu ziehen, ist extrem anstrengend.

Ebenfalls eine bunte Vielfalt bieten die Frauen-, Kinder und Fußgruppen sowie die Einzelgänger. Batteriebetriebene Flugzeuge, Mary Poppins samt Schornsteinfegerinnen, eine handzahme, gefräßige Raupe und Schmetterlinge, Emojis und Minecraft-Welten, eine Ein-Mann-Boygroup, Grillatoren, tanzende Senioren und vieles mehr gibt es zu bewundern. Heiße lokalpolitische Eisen werden mit einem Gegenmittel gegen den Gestank der Knochenmühle, das vielen in Erinnerung bleiben wird, und der lustigen Holzfällertruppe von Straßen NRW angepackt. Und „Rosen-Ali“ darf bei der Kirmes natürlich nicht fehlen...

Unter der Führung von Dorfschulze Sascha Hilger hatte sich der BWA von Sven Marlinghaus im Bus der Hagener Straßenbahn AG von Bauplatz zu Bauplatz fahren lassen. Uwe Wolfsdorff und Peter Dietrich von der Feuerwehr Gevelsberg, begutachteten die Bauten ebenso wie Detlef Gehrmann vom TÜV Nord und Ordnungsamtsleiter Arnim Schäfer, die vom Kirmesvereinsvorsitzenden Markus Loetz begleitet wurden. Interessiert nahmen die BWA-Mitglieder die zum Teil sehr kreativen technischen Umsetzungen der Darstellung in Augenschein und ließen sich die Bestandteile der Darstellungen genau erklären.

Bis am Sonntag um 14 Uhr die Sirene als Startzeichen für den Kirmeszug heult, werden die Gruppen noch mehr oder weniger intensiv Hand anlegen müssen, damit alles perfekt wird. Das, was am Samstag zu sehen war, weckte aber schon einmal große Vorfreude.

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