Wirtschaft

Traditionskneipe in Schwelm wird zum Speiselokal

Aysel Arslan mit ihrem Mann Kenan (rechts) und Märve Satik (Auszubildende zur Restaurantfachfrau) und Vorgänger Lothar Martel.

Aysel Arslan mit ihrem Mann Kenan (rechts) und Märve Satik (Auszubildende zur Restaurantfachfrau) und Vorgänger Lothar Martel.

Foto: Bernd Richter

Schwelm.   Aysel Arslan (51) ist die neue Chefin im „Aechte de Muer“. Am Donnerstag werden in der Schützenstraße die ersten Gäste bedient

Sie ist, wie sie selbst sagt, Köchin aus Leidenschaft und hat ihre Gäste zuletzt als Küchenchefin im Hotel/Restaurant Neuenhof, an der Stadtgrenze Schwelm/Wuppertal-Langerfeld gelegen, kulinarisch verwöhnt. Nun will sie es noch einmal wissen und hat sich nach jahrzehntelanger Beschäftigung im Angestelltenverhältnis selbstständig gemacht. Am Donnerstag ab 16 Uhr eröffnet Aysel Arslan in der Schützenstraße in Schwelm ihr erstes eigenes Speiselokal. Die 51-jährige, gebürtige Türkin hat als Pächterin die Traditionsgaststätte „Aechte de Muer“ übernommen.

Kochen aus Leidenschaft

„Ich liebe meine Arbeit und kann mir ein Leben ohne Kochen nicht vorstellen“, sagt Aysel Arslan. Als ein Pächterwechsel im Neuenhof anstand, hat die Köchin, die im Golfhotel Haus Juliana ihre Ausbildung absolviert hat, und schon im Restaurant Carstens am Mühlenteich und im Gut Röttgen am Herd stand, aus der Not eine Tugend gemacht und sich nach einem Lokal umgeschaut, in dem sie selbst als Chefin den Ton angeben kann.

Fündig geworden ist sie in der Schützenstraße. Seit 50 Jahren ist das „Aechte de Muer“ Treffpunkt netter Leute, wie Lothar Martel sagt. Der 78-Jährige muss es wissen, denn 30 Jahre lang, bis 2013, stand er selbst als Wirt hinter der Theke. Einmal Wirt, immer Wirt. „Bei meinem Abschied hieß es damals: Niemals geht man so ganz. Und richtig. Immer, wenn ich gebraucht werde, werde ich jetzt aushelfen“, sagt Lothar Martel lachend und fühlt sich, als wenn er nie weg gewesen ist.

Aysel Arslan unternimmt den Start in die Selbstständigkeit gemeinsam mit ihrem Mann Kenan und Märve Satik, die bald ihre Ausbildung zur Restaurantfachfrau abschließen wird. Auf den Tisch der Gäste kommt eine mediterraner Küche. „Ich will den Gäste Qualität anbieten, qualitativ hochwertige Speisen, mit Liebe gemacht. Und für die Gäste, die es wünschen, gibt es auch türkische Spezialitäten“, zeigt sich Aysel Arslan offen für die Vorlieben ihrer Kundschaft. Auf der Speisekarten finden sich Folienkartoffel, Schweinefilet-Medallion, Steaks, verschiedene Schnitzelgerichte, Suppen, Antipasti, Garnelen und weitere Leckereien. Die Hauptspeisen fangen bei zwölf Euro an. Geöffnet ist dienstags bis freitags von 16 bis 22 Uhr, samstags von 14 bis 22 Uhr, sonntags von 9.30 bis 16 Uhr und feiertags von 12 bis 16 Uhr. Montags ist Ruhetag. „Bei Reservierungen von Gruppen ab zehn Personen öffnen wir auch mittags“, sagt Aysel Arslan und zielt mit dem Angebot auch auf Beerdigungsgesellschaften ab. Das traditionelle Thekengeschäft einer Gaststätte will die neue Chefin im „Aechte de Muer“ trotz Schwerpunkt im Speisebereich übrigens fortführen. Versprochen ist versprochen.

Kleine Rückblende: Als Ulrike „Uli“ und Lothar Martel vor fast 40 Jahren die Gaststätte „Aechte de Muer“ übernahmen, hatte Schwelm noch ein anderes Gesicht. Damals, da kamen noch jeden Mittag die Mitarbeiter von Zassenhaus, EDE und Linde. Die Firmen Zassenhaus und Linde (einst an der Saarstraße zu Hause) in Schwelm sind längst Geschichte. Auf das Ehepaar Martel folgte Martina Spannagel. Sie gab als Wirtin gemeinsam mit Tochter Jana Saßmann ab 2013 den Ton in der Traditionsgaststätte an.

Im Golfhotel zur Köchin ausgebildet worden

Aysel Arslan ist die neue Pächterin in der Schützenstraße. Die 51-Jährige will das Thekengeschäft zwar beigehalten, sieht die Zukunft ihres Restaurants „Aechte de Muer“ aber vor allen Dingen als Speiselokal.

Die neue Chefin am Herd hat im Golfhotel Haus Juliana den Beruf der Köchin gelernt, war zuletzt als Küchenchefin im Neuenhof angestellt.


Ihr Restaurant öffnet sie erstmals am Donnerstag, 18. April, 16 Uhr; Di. bis Fr. 16 bis 22 Uhr; Sa. 14 bis 22 Uhr; So. 9.30 bis 16 Uhr, Feiertage 12 bis 16 Uhr.


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