Ehrenamtskarte

Tolle Leistung: Enneptal dankt seinen Ehrenamtlichen

Sabine Hofmann und Imke Heymann überreichen die Ehrenamtskarten samt Urkunden sowie jeweils eine Rose. Zum achten Mal fand die Verleihung der Karten statt. Insgesamt 155 Karten wurden am Freitagabend ausgegeben, davon 63 zum ersten Mal.

Sabine Hofmann und Imke Heymann überreichen die Ehrenamtskarten samt Urkunden sowie jeweils eine Rose. Zum achten Mal fand die Verleihung der Karten statt. Insgesamt 155 Karten wurden am Freitagabend ausgegeben, davon 63 zum ersten Mal.

Foto: Hartmut Breyer

Ennepetal.   Verleihung der Ehrenamtskarte im feierlichen Abend mit Musik, Magie und herzlichen Worten

Sie engagieren sich auf ganz unterschiedliche Weise: kreativ für den Förderverein Ev. Kirche Rüggeberg, für Kinder und deren Chancen, im Sportverein oder im Sanitätsdienst an ihrer Schule. Gemein haben sie, dass sie es freiwillig und ohne Bezahlung tun. 155 ehrenamtlich engagierte Ennepetalerinnen und Ennepetaler erhielten am Freitagabend im feierlichen Rahmen im Haus Ennepetal die Ehrenamtskarte. Für 63 Empfänger gab es die Karte, mit der die Inhaber viele Vergünstigungen erhalten und an besonderen Aktionen teilnehmen können, zum ersten Mal.

Es war eine stimmungsvolle Veranstaltung. Dafür sorgten nicht zuletzt Sophia Schaier, Liljana Cavaretta und Elena Fuchs mit ihrem Gesang, begleitet von Lynn Freund und Jasmin Schmerse am Klavier sowie Vincent Isenberg am Schlagzeug. Für Klassiker wie Elvis’ „Can’t help falling in love“ oder aktuelle Hits wie „I’m a Mess“ von Ed Sheeran ernteten sie kräftigen Applaus. Die jungen Musikerinnen und Musiker sind in einem Kooperationsprojekt der Musikschule Ennepetal mit Lehrerin Ida Jahner-König und einer Gesangsklasse aus Wuppertal von Steffanie Patzke aktiv. Zur Begrüßung hatte Ennepetals Musikschulleiter Kai Stubenvoll die Gäste mit E-Gitarrenklängen empfangen.

Querschnitt des Vereinslebens

„Das Ehrenamt hat viele Gesichter. Heute können wir diesem Satz einen ganz konkreten Sinn geben – denn ich blicke hier tatsächlich in viele verschiedene Gesichter des Ehrenamtes in unserer Stadt“, sagte Bürgermeisterin Imke Heymann. Es sei ihr wichtig, zu dem Empfang einzuladen, um sich zu bedanken und ihre Wertschätzung für die Arbeit der Ehrenamtler auszudrücken. Jeder und jede im Raum würde sich in einem oder sogar mehreren Bereichen für andere Menschen einsetzen, so die Bürgermeisterin. Eine Vielzahl von Beispielen für das Engagement führte sie auf. „Ich bin mir sicher: Wer heute unter den Gästen herumfragt, der erhält einen Querschnitt des Ennepetaler Vereinslebens.“ Heymann betonte, dass es vermutlich wenige gesellschaftliche Bereiche gebe, die komplett ohne Ehrenamt auskommen würden. Umgekehrt gebe es viele Bereiche, die ohne ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sofort zusammenbrechen würden. In diesem Zusammenhang wies sie auch auf die Gefahr hin, die ehrenamtlich Engagierten zu überfordern, ihnen zu hohe Erwartungen aufzubürden und zuviel Arbeit zuzumuten.

Gemeinsam mit der Ehrenamtsbeauftragten Sabine Hofmann überreichte Imke Heymann die Ehrenamtskarten, dazu auch eine Rose. Hofmann nutzte den Abend ebenfalls, um sich zu bedanken – bei den Kartenempfängern für das Engagement, aber auch bei den Sponsoren, die es möglich machen, dass die Karte angeboten wird. Hofmann freute sich darüber, dass Mitglieder der Ratsfraktionen sowie Kolleginnen und Kollegen aus dem Rathaus die Ehrenamtler mit Getränken und Leckereien versorgten und so dazu beitrugen, dass die Gäste den Abend genießen konnten.

Karina Conconi vom Referat Bürgerschaftliches Engagement der Staatskanzlei NRW zeigte sich als Gast erfreut darüber, dass in Ennepetal inzwischen mehr als 550 Ehrenamtskarten verliehen worden seien. In ganz NRW seien es 44.000. Wie hoch das Ehrenamt im Land geschätzt werde, zeige auch, dass es mit Andrea Milz erstmals eine Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt gebe. „Ich wünsche Ihnen, dass Ihnen Ihr Ehrenamt weiterhin viel Freude bereitet und Sie bereichert an Erfahrungen, Freundschaft und schönen Stunden“, sagte Conconi an die Ehrenamtler gewandt.

Am Freitag wurde übrigens auch die 500. Ehrenamtskarte verliehen. Sie ging – mit einem Fläschchen als Dreingabe zum Jubiläum – an Katharina Diel vom Ennepetaler Reiterverein. Dort ist sie Kassiererin und Voltigierwartin, leitet zudem drei Voltigiergruppen für Kinder von zwei bis sechs Jahren. „Ich bin immer schon im Reiterverein“, sagte sie. Sich dort ehrenamtlich zu engagieren, sei für sie ganz selbstverständlich. Man habe ihr gesagt, dass sie doch mal die Ehrenamtskarte beantragen sollte. „Eigentlich wollte ich gar nichts für meine Arbeit haben“, so die 33-Jährige lächelnd.

Eine Überraschung gab es noch: Tim Doppmeier sorgte für magische Unterhaltung. Der Zauberer aus Bielefeld machte zunächst Fingerübungen mit den Gästen, bevor er die eine oder andere Dame auf die Bühne holte, um unter anderem Dinge verschwinden und wiederauftauchen zu lassen. So wurde der unterhaltsame Abend für die Ehrenamtler zauberhaft abgerundet.

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