Schlüsselübergabe

Stadt nimmt Brauerei-Brache in Schwelm in Augenschein

Auf zu einer ersten Besichtigung der Gebäude und des Areals: Bürgermeisterin Gabriele Grollmann öffnet gemeinsam mit Architekt Klaus Lange die Tür zum Patrizierhaus 

Foto: Rudolph/Stadt Schwelm

Auf zu einer ersten Besichtigung der Gebäude und des Areals: Bürgermeisterin Gabriele Grollmann öffnet gemeinsam mit Architekt Klaus Lange die Tür zum Patrizierhaus  Foto: Rudolph/Stadt Schwelm

Schwelm.   Die Stadt Schwelm hat von Euroconcept die Schlüssel für die Brauerei-Brache erhalten und das Areal unmittelbar danach betreten.

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Schlüsselmoment für die Stadt Schwelm: Bürgermeisterin Gabriele Grollmann bekam am Dienstag Morgen die Schlüssel für die frisch erworbene Immobilie der früheren Brauerei überreicht.

Die Übergabe fand nicht wie angekündigt im Rathaus, sondern vorm Patrizierhaus statt. Der Schwelmer Klaus Lange, der als Architekt in die Pläne der vorherigen Eigentümerin, der Euroconcept GmbH, miteingebunden war, hatte für die Gesellschaft die Aufgabe übernommen, der Stadt die Schlüssel zu überreichen.

Erste Begehung des Gebäudes

Er war dann auch mit dabei, als Bürgermeisterin Gabriele Grollmann die Tür des Patrizierhauses öffnete, um von dort aus eine erste Begehung durch die denkmalgeschützten Gebäude und übers Gelände zu unternehmen. Mit im städtischen Tross befanden sich Beigeordneter Ralf Schweinsberg, Vertreter des städtischen Immobilienmanagements und des städtischen Fachbereichs Planen und Bauen sowie Feuerwehr-Chef Matthias Jansen und Vertreter der Technischen Betriebe Schwelm.

Der Gang führte durchs gesamte Patrizierhaus und durch die oberen Etagen des noch existierenden Brauereigebäudes. Im Rathaus war anschließend von einer ersten Inaugenscheinnahme die Rede. Auch wenn alle anschließend ein bisschen eingestaubt waren, wie es später im Rathaus hieß: Böse Überraschungen habe es keine gegeben. Eine schöne hingegen schon: Der städtische Tross entdeckte im noch existierenden Brauereigebäude ein historisches Bierglas, was die Jahre schadlos überstand.

Die erste Tour übers Gelände galt ohnehin nur einer Grobeinschätzung, wie der Gesamteindruck ist und was als erstes gemacht werden kann. Fachlich begutachtet werden Brache und Gebäude dann bei den nun folgenden Begehungen der städtischen Experten. Dann wird es darum gehen, den Ist-Zustand zu bewerten und daraus einen Maßnahmenkatalog zu erstellen. Bis dahin wird es noch ein Weilchen dauern.

Eine spannende Frage wird sein, ob die Gebäude die Jahre genauso schadlos wie das Bierglas überstanden haben oder ob die denkmalgeschützte Substanz nicht doch gelitten hat. „Ich würde mir wünschen, dass die Gebäude in einem guten Zustand sind. Bisher sind wir auch davon ausgegangen. Ich halte die Gebäude für erhaltungswürdig und erhaltenswert“, hatte Bürgermeisterin Gabriele Grollmann noch am Tag zuvor im Gespräch mit unserer Redaktion erklärt.

Was mögliche erste sichtbare Maßnahmen für die Schwelmerinnen und Schwelmer betrifft, hatte das Rathaus am Dienstag bereits angekündigt, in Kürze den Müll und das Unkraut auf dem Gelände entfernen zu wollen und dass der Bauzaun entlang des Grundstückes an der Schulstraße verblendet wird. Die Verblendung soll mit Schwelmer Motiven oder mit der Schwelmer Skyline ansehnlich gestaltet werden. Darum kümmern wird sich die städtische Sparkasse, die dafür auf der Verblendung mit ihrem Logo werben darf.

Die Stadt denkt auch darüber nach, wie man die Menschen in der Stadt am Geschehen auf der Brauereibrache teilhaben lassen kann. Eine Idee ist, eine Webcam auf dem Gelände aufzustellen. Sie soll die Arbeiten und das Vorankommen dokumentieren. Die Bilder wären über die städtische Homepage abrufbar.

Die Stadt hat die Brauereibrache bekanntlich gekauft, um dort ihr neues Rathaus zu bauen. Einzelhandel und Gastronomie spielen in den Plänen ebenfalls eine Rolle. Geht es nach der Bürgermeisterin würde 2019 Richtfest und 2020 Eröffnung gefeiert.

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